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13.03.2007, 13:02

Dortmund: Röber spart nicht mit Kritik

Doll übernimmt beim BVB

Die erste Zusammenkunft der Woche der Dortmunder Profis wird schon unter dem Kommando eines neuen Übungsleiters stehen. Nachdem Jürgen Röber am Montag mit dem Rücktritt die Konsequenzen aus der Talfahrt gezogen hatte und Felix Magath dem BVB eine Absage erteilt hatte, ist nun Thomas Doll am Dienstag als neuer Trainer der Westfalen präsentiert worden. Der 40-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2008 - gültig auch für die Zweite Liga.

Ex-HSV-Coach Thomas Doll.
Soll es nun beim BVB richten: Ex-HSV-Coach Thomas Doll.
© imagoZoomansicht

"In dieser schwierigen Situation geht es nicht um Personen, sondern einzig und allein um die Zukunft des BVB, deshalb habe ich meinen Rücktritt angeboten", hatte Röber seinen Entschluss erklärt. Neben Röber beendete daraufhin auch sein Assistent Bernd Storck seine Tätigkeit bei den Borussen.

Röbers Entschluss kam nach dem 0:2 in Bochum nicht mehr überraschend - seine Körpersprache verriet Resignation: "Ich hatte auf dem Trainingplatz oft ein Scheißgefühl. Es hat mir gesagt, schick' diesen oder jenen Spieler sofort in die Kabine. Er soll sich umziehen, wenn er keine Lust hat zu arbeiten. Ich hätte zudem den einen oder anderen aus dem Kader streichen sollen", kritisierte Röber die Arbeitsmoral einiger BVB-Profis in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten.

Metzelder lässt sich lieber ans Ende zurückfallenEx-BVB-Coach Jürgen Röber

Seine Kritik zielte vor allem in Richtung Christoph Metzelder: "Ich habe ihn anfangs anders eingeschätzt. Heute will ich es mal so ausdrücken: Im Training laufe ich immer vorne weg, ab und an stößt der Kringe dazu. Metzelder lässt sich lieber ans Ende zurückfallen."

Sammer und Magath sagen ab - Doll soll es richten

Schon gegen den 1. FC Nürnberg wird nun mit Thomas Doll ein neuer Trainer auf der Bank der Borussia sitzen. Der nach Bert van Marwijk (54) dann dritte Coach in dieser Saison wurde am Dienstag nach den Absagen von Felix Magath (53) und Matthias Sammer (37) - der DFB-Sportdirektor wurde auch kontaktiert, doch der BVB-Meistertrainer des Jahres 2002 zeigte kein Interesse - beim abstiegsbedrohten BVB als Nachfolger für Jürgen Röber vorgestellt. Doll erhält in Dortmund einen Vertrag bis 2008, der auch für die Zweite Liga Gültigkeit besitzt. Einen Sturz in die Zweitklassigkeit will Doll aber unter allen Umständne verhindern: "Ich bin davon überzeugt, dass ich das in mich gesetzte Vertrauen zu 100 Prozent zurückzahlen werde", sagte der 40-Jährige bei seinem Amtsantritt. "Jetzt gilt es, hart zu arbeiten."

Als heißester Kandidat wurde zunächst Felix Magath gehandelt, der dem Team wieder Grundtugenden wie Disziplin und Ordnung sowie eine entsprechende Hierarchie hätte verleihen sollen.

Allerdings sagte Magath am Montagnachmittag ab. Der ehemalige Bayern-Trainer war offensichtlich nicht bereit, so kurz nach seiner Entlassung beim FC Bayern (31. Januar) bei der Borussia einzusteigen. Demnach hielten sich die Dortmunder nun vorrangig an Thomas Doll, der den HSV in der Saison 2004/05 vor dem Abstieg rettete und ihn anschließend in die Champions League führte.

Pikanterweise begann Dolls Profi-Trainerkarriere mit einem 2:0-Sieg in Dortmund. Am 23. Oktober 2004 fuhr der damalige Trainer-Neuling mit dem Schlusslicht HSV zur Borussia und schaffte sogleich die Wende.

Thomas von Heesen (45), der über Monate erklärter Favorit auf den Cheftrainerposten war, hatte sich inzwischen in eine extrem schlechte Verhandlungsposition gebracht, weil er die Dortmunder Geschäftsführung wochenlang zappeln ließ und hinhielt. Außerdem wurde ihm anscheinend am wenigsten zugetraut, eine mental nicht einmal im Ansatz auf einen gnadenlosen Abstiegskampf eingerichtete Formation für die entscheidenden Wochen der Saison zu präparieren. "Für von Heesen", wollte ein Insider gestern sogar wissen, "ist die Tür in Dortmund zu."

"In dieser Woche wird es hoch hergehen bei uns."Sebastian Kehl nach dem 0:2 in Bochum

Mit der 0:2-Niederlage in Bochum, abstrusen Fehlern auf dem Platz und einer fast einstündigen Busblockade verzweifelter Fans hatte die fatale Rückrunden-Entwicklung der Borussia ihren Tiefpunkt erreicht. "In dieser Woche", fürchtet Sebastian Kehl (27), "wird es hoch hergehen bei uns." Gestern, Sonntag, war davon noch nichts zu spüren: Die in der Anfangself eingesetzten Spieler trabten locker aus, ihre in Reserve gehaltenen Kollegen schwitzten - beschienen von frühlingswarmer Sonne - eine halbe Stunde länger, dann war Feierabend. Nicht einmal für Interviews mit den wartenden Journalisten war danach Zeit. Sie wurden schneller und hingebungsvoller umdribbelt als die Bochumer Profis 19 Stunden zuvor.

Jürgen Röber
Das Intermezzo ist beendet: Jürgen Röber trat am Montag beim BVB zurück.
© dpaZoomansicht

Auch Röber, der in seinem achten Spiel als verantwortlicher Mann ein dichtes Mittelfeld konstruiert hatte, um seine Puddingabwehr zu beschützen, verweigerte die Aussage. Pressechef Josef Schneck eskortierte den 53-Jährigen in seine Kabine. Noch am Abend wollte er sich mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (47) zu einem Meinungsaustausch treffen. Für eine vom WDR und später vom Aktuellen Sportstudio des ZDF verbreitete Annahme, dass Röber von sich aus hinwerfen werde, gab es am Sonntag noch keine Bestätigung. Doch genau so kam es am Montag. "Wir gehen in freundschaftlicher Verbundenheit auseinander", betonte Watzke.

Bereits in der Saison 1999/2000 hatte Dortmund im Kampf um den Klassenerhalt zweimal den Trainer gewechselt. Nach dem Rauswurf von Michael Skibbe nach dem 18. Spieltag folgte Bernd Krauss für elf Spiele, bevor das Duo Matthias Sammer und Trainer-Oldie Udo Lattek den BVB in den letzten fünf Saisonspielen vor dem Abstieg bewahrte.

13.03.07
 

kicker-sportmagazin

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