Gladbach: Trainer tritt zurück - Luhukay übernimmt
Heynckes verzichtet auf alles
"Wir alle bedauern diesen Schritt von Jupp Heynckes, denn wir haben mit ihm in einem sehr freundschaftlichen und guten Verhältnis zusammen gearbeitet. Er ist ein großartiger Mensch und absoluter Ehrenmann. Jupp Heynckes wird immer ein Borusse bleiben", so Gladbachs Präsident Rolf Königs am Mittwochmittag.
Für 13.30 Uhr hat der Verein zu einer Pressekonferenz eingeladen.
Der fünfmalige deutsche Meister ist seit 13 Pflichtspielen ohne Sieg. Der letzte Dreier datiert vom 14. Oktober 2006, als die Borussen mit 3:1 gegen Wolfsburg gewannen. Bereits am kommenden Samstag in Bielefeld wird der bisherige Heynckes-Assistent Jos Luhukay als verantwortlicher Coach auf der Gladbacher Bank sitzen. Der Niederländer stieg vor der laufenden Runde beim Zweitligisten SC Paderborn aus. Zuvor war der 43-Jährige beim 1. FC Köln als Co-Trainer beschäftigt. Zwischen 2000 und 2002 betreute er den KFC Uerdingen.
Der ehemalige Borussia-Torjäger Heynckes war seit dem 1. Juli 2006 als Cheftrainer bei den "Fohlen" tätig und rutschte mit seiner Mannschaft vor der Winterpause endgültig in den Keller. Heynckes begann 1978 seine Trainerkarriere als Assistent in Gladbach. Schon ein Jahr später war der mittlerweile 61-Jährige für acht Jahre Cheftrainer der Borussia, ehe er 1987 zum FC Bayern ging.
Ab 1992 trainierte er in Spanien Athletic Bilbao, kehrte 1994 zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga zurück - allerdings nur für ein paar Monate. Ab 1995 war Heynckes wieder auf der iberischen Halbinsel und coachte für zwei Jahre CD Teneriffa. Seinen größten Erfolg feierte er mit Real Madrid, als er 1998 gegen Juventus Turin die Champions League gewann.
Neben Gladbach, München und Frankfurt trainierte er noch den Bundesligisten FC Schalke (1. Juli 2003 bis 15. September 2004).
Der Rücktritt von Heynckes war der vierte Trainerwechsel in dieser Saison. Zuvor hatten Peter Neururer (Hannover 96) und Bert van Marwijk (Borussia Dortmund) gehen müssen. Dieter Hecking (Alemannia Aachen) hatte um Vertragsauflösung gebeten, um zu seinem Wunschverein Hannover wechseln zu können.
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