EM

Heiße Diskussionen auch um zweiten Ball vor dem Elfmeter

Aufregung um zweites Spielgerät

Zweiter Ball auf dem Platz vor dem Elfmeter: Hätte der Schiedsrichter unterbrechen müssen?

Raheem Sterling dribbelt an Joakim Maehle und dem zweiten Ball vorbei.

Raheem Sterling dribbelt an Joakim Maehle und dem zweiten Ball vorbei. UEFA

Es lief die 102. Minute im Wembley-Stadion, als Raheem Sterling auf dem rechten Flügel angespielt wurde und mit seiner unnachahmlichen Durchsetzungskraft Richtung dänischen Strafraum explosionsartig loszog. Was danach passierte - Kontakt mit Joakim Maehle und dem erst in der 88. Minute eingewechselten Mathias Jensen - ist ein anderes Thema. Denn auf dem Weg in den Strafraum dribbelte er direkt an einem weiteren Ball vorbei, der wenige Sekunden zuvor aufs Spielfeld gerollt worden war. 

Schiedsrichter Danny Makkelie aus den Niederlanden unterbrach das Spiel nicht - was er auch nicht hätte tun müssen. Die Entscheidung, ein Spiel wegen eines zweiten Balles zu unterbrechen, liegt komplett im Ermessensspielraum des Referees. Hierfür gibt es keine klare Vorgabe, die sich in Zentimeter messen ließe. Und in der Regel wird dies nur getan, wenn der zweite Ball das Spiel tatsächlich stört. So verfuhr Makkelie zum Beispiel während der regulären Spielzeit, als bei einem Einwurf ein zweiter Ball auf den Platz geworfen wurde.

Exakt im Laufweg von Sterling - Kein Protest der Dänen

In der aktuellen Situation mit Sterling und dem hinterherhechelnden Maehle wäre eine Unterbrechung mehr als nur gerechtfertigt gewesen, denn der zweite Ball war fast exakt im Laufweg des englischen Stürmers. Referee Makkiele entschied sich anders, weil er es konnte. Es bleibt schwer nachzuvollziehen, ob oder ab wann er den zweiten Ball wahrgenommen hat, bevor er anschließend eine heiß diskutierte  Elfmeterentscheidung traf.

Von den Dänen kam wegen des zweiten Balls übrigens keinerlei Protest - sie waren damit beschäftigt, den Referee von seiner Elfmeter-Entscheidung abzubringen.

bst