Bundesliga

Zweistellige Siege: Bayerns Jubiläum - BVB kennt Triumph und Trauer

Tag der offenen Tür in der Bundesliga: Gladbach verteilt die meisten Klatschen

Zweistellige Siege: Bayerns Jubiläum - BVB kennt Triumph und Trauer

Bayern-Stürmer Gerd Müller erzielt eines seiner vier Tore gegen Dortmund.

Bayern-Stürmer Gerd Müller erzielt eines seiner vier Tore gegen Dortmund. imago sportfotodienst

27. November 1971: Bayern München - Borussia Dortmund 11:1 (4:0)

Bislang holte erst ein Team in der Saison, in der es eine Partie zweistellig gewann, auch die Meisterschale: der FC Bayern. Große Lobeshymnen aus der kicker-Redaktion gab es 1971 nach dem 11:1 gegen Dortmund aber nicht. Kein einziger Münchner erhielt die Note 1 - nicht mal der vierfache Torschütze Gerd Müller. Der Notenschnitt von 2,5 ist zudem der schlechteste eines zweistelligen Siegers.

7. Januar 1967: Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 11:0 (4:0)

14 Minuten dauerte die längste torlose Phase beim 11:0 zwischen Gladbach und Schalke. Bei keinem anderen Bundesligaspiel fiel die längste Ruhephase zwischen zwei Treffern kürzer aus als bei diesem Kantersieg.

4. November 1967: Borussia Mönchengladbach - Borussia Neunkirchen 10:0 (2:0)

Erst in der 28. Minute trafen die Gladbacher dank Peter Meyer ins Schwarze - so spät wie bei keinem anderen zweistelligen Kantersieg bisher.

29. April 1978: Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 12:0 (6:0)

Die meisten Tore bei zweistelligen Siegen erzielte Gladbachs Jupp Heynckes. Zwei beim 11:0 gegen Schalke, fünf beim 12:0 gegen den BVB. Bis heute fiel kein Bundesliga-Sieg höher aus als zum Saisonabschluss 1977/78. Da Gladbach in dieser Saison vor dem 12:0 in der Hinrunde bereits 3:3 gegen Dortmund spielte, waren die Fohlen sogleich für 20 Prozent aller BVB-Gegentore in besagter Spielzeit verantwortlich.

6. November 1982: Borussia Dortmund - Arminia Bielefeld 11:1 (1:1)

Für drei Minuten lag der BVB sogar mit 0:1 in Rückstand, ging in der 46.?Minute zudem erstmals in Front. Manfred Burgsmüller und Lothar Huber haben als einzige Spieler zweistellige Ergebnisse von beiden Seiten erlebt. Vier Jahre nach der 0:12-Schmach gegen Gladbach hatten die Dortmunder einen großen Anteil am Kantersieg gegen die Arminia: Burgsmüller schoss fünf Tore, Huber erzielte eines und bereitete vier vor. Als einziger zweistelliger Verlierer konnte sich bisher Bielefeld schon in der Rückrunde für das 1:11 revanchieren - und gewann zu Hause 1:0 gegen Dortmund.

11. Oktober 1984: Borussia Mönchengladbach - Eintracht Braunschweig 10:0 (5:0)

Die Gladbacher Berti Vogts, Herbert Wimmer und Jupp Heynckes erlebten die meisten zweistelligen Siege. Während Vogts und Wimmer dreimal als Spieler gewannen, jubelte Heynckes einmal davon als Trainer.

Zweistellig? Ein Phänomen des 20. Jahrhunderts

Waren zweistellige Siege zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zwar rar, sind sie in den Top-4-Ligen mittlerweile sogar fast ausgestorben. Neben dem 10:2-Sieg Real Madrids gegen Rayo Vallecano im Dezember 2015 gab es seit der Jahrtausendwende insgesamt nur sieben Partien, in denen ein Team zumindest neun Tore schoss.

In Deutschland war dies zuletzt beim 9:2 des FC Bayern gegen den Hamburger SV in der Saison 2012/13 der Fall. Übrigens: Einen zweistelligen Auswärtssieg gab es bisher in keiner der vier Ligen.

bst

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