Frauen

Olympia 2024: Australiens Fußballerinnen im Check

Erster Gruppengegner von Deutschland

Zweikampfhärte und defensive Aussetzer: Australien im Check

Die Matildas haben sich in der jüngeren Vergangenheit als Turniermannschaft entpuppt.

Die Matildas haben sich in der jüngeren Vergangenheit als Turniermannschaft entpuppt. IMAGO/ZUMA Press Wire

Die seit 2020 vom Schweden Tony Gustavsson trainierten Matildas, wie die australische Frauen-Nationalmannschaft in Anlehnung an das australische Kultlied "Waltzing Matilda" genannt wird, sind in der Weltrangliste aktuell auf Position 12 gelistet.

Maßgeblichen Anteil daran hat das Abschneiden bei der WM 2023, als für die Australierinnen erst im Halbfinale gegen England Schluss war (1:3). Am Ende belegte Australien Rang 4 und entfachte erstmals einen regelrechten Fußball-Hype im Land. Bitter für die Australierinnen: Star-Stürmerin Sam Kerr (30, FC Chelsea) wird ihrem Land aufgrund eines Kreuzbandrisses bei Olympia nicht zur Verfügung stehen.

Stärken und Schwächen

Zum Thema

Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land spielten sich die Matildas in einen wahren Rausch, Turniere scheinen der Gustavsson-Elf zu liegen. Viel Einsatz, Zweikampfhärte und Leidenschaft sind das große Plus der Australierinnen, die sich aber auch immer wieder Aussetzer in der Defensive leisten.

Aktuelle Form

Aus den sechs Spielen in diesem Jahr stehen vier Siege zu Buche, die Gegner hießen allerdings auch nur Usbekistan, Mexiko und China. Die Generalprobe gegen Kanada verpatzten die Matildas mit 1:2. Es bleibt abzuwarten, ob sich Australien in einen ähnlichen Rausch spielen kann wie bei der WM.

Schlüsselspielerinnen

Torhüterin Mackenzie Arnold (30, West Ham United) wurde bei der WM in ihrem Heimatland in die "Elf des Turniers" der FIFA gewählt, überzeugt sowohl auf der Linie als auch dank ihrer 1,81 Meter im Luftduell und strahlt zudem große Sicherheit aus. Rechtsverteidigerin Ellie Carpenter (24) avancierte mit 16 Jahren in Rio 2016 zur jüngsten olympischen Fußballerin und gewann mit Olympique Lyon bereits zwei Mal die Champions League.

Australiens Olympia-Gruppenphase

Linksverteidigerin Steph Catley (30, FC Arsenal) überzeugt als sehr offensivstarke Außenverteidigerin mit ihren Flanken ebenso wie in der Defensive mit ihrer Zweikampfhärte. Auch mit Caitlin Foord (28, FC Arsenal) will man sich lieber nicht anlegen, denn die Mittelfeldspielerin zieht gnadenlos durch und vor keinem Zweikampf zurück.

Angreiferin Hayley Raso (29, Real Madrid) wurde bei der WM 2023 mit drei Toren zur besten Schützin ihrer Mannschaft, spielerisch ist ihre Sturmkollegin Mary Fowler (21, Manchester City) aber noch eine Stufe höher einzuschätzen.

SM