Bundesliga

Zwei Regeländerungen zur neuen Bundesliga-Saison

Abseitsauslegung und Milde für den Torwart

Zwei Regeländerungen zur neuen Bundesliga-Saison

Schiedsrichter Felix Zwayer zeigt eine Abseitsstellung an.

Schiedsrichter Felix Zwayer zeigt eine Abseitsstellung an. IMAGO/Claus Bergmann

Eine betrifft die Abseitsauslegung, nachdem der Ball von einem Verteidiger gespielt wurde. Das löst bekanntlich eine strafbare Abseitsstellung auf, ein mögliches Tor zählt. Bisher galt: Die Aktion musste vom Verteidiger bewusst in Richtung Ball - also kein reines Blocken - ausgeführt werden ("deliberate play").

Dies wurde um den Zusatz "in einer kontrollierten Art und Weise" ergänzt. Bedeutet: Der verteidigende Spieler ist unbedrängt, befindet sich nicht in einem Zweikampf und spielt den Ball nicht als Abwehraktion in "höchster Not". Der Ball muss zudem klar die Richtung ändern, reines Berühren oder Abfälschen gilt nicht als kontrolliert.

Reduzierung persönlicher Strafen

Die zweite Änderung ermöglicht die Reduzierung persönlicher Strafen bei taktischen Vergehen wie einer Notbremse. Bringt ein Torwart einen allein auf ihn zulaufenden Stürmer im Strafraum mit ballorientiertem Beinstellen zu Fall, wären Strafstoß und Gelb die Folge.

Gewährt der Schiri jedoch Vorteil, weil sich der Stürmer schnell aufrappelt und ein Tor schießt, entfällt nicht nur der Strafstoß, sondern auch die Verwarnung des Torhüters.

Carsten Schröter-Lorenz

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