2. Bundesliga

Zwei Fouls, kein Pfiff: Nürnbergs Schiedsrichter-Frust

Möller Daehli muss in Paderborn angeschlagen ausgewechselt werden

Zwei Fouls, kein Pfiff: Nürnberg und der Schiedsrichter-Frust

Unverständnis: In Paderborn kassierte der Club ein höchst strittiges Gegentor zum zwischenzeitlichen 0:1.

Unverständnis: In Paderborn kassierte der Club ein höchst strittiges Gegentor zum zwischenzeitlichen 0:1. imago images

Es war eine wesentliche Szene der 90 Minuten in der Paderborner Benteler-Arena: Kai Pröger trat eine Ecke vor das Nürnberger Tor, unmittelbar vor der Ausführung ging Dennis Borkowski zu Boden, unmittelbar danach Johannes Geis. Zwei Foulspiele, doch Schiedsrichter Sven Jablonski ahndete keines. So stand Paderborns Rechtsverteidiger Jannis Heuer am zweiten Pfosten frei und traf zum 1:0 für den SCP (19.). Die Ostwestfalen waren obenauf, die Nürnberger im Hintertreffen.

Zwar kämpfte sich der Club zurück ins Spiel und drehte dieses mit einer beachtlichen Energieleistung in der zweiten Hälfte - dennoch hatte das erste Tor des Abends für Gesprächsstoff gesorgt. "Der Schiedsrichter hat gesagt, dass der Videoschiedsrichter nicht eingreifen darf, weil der Ball noch nicht im Spiel war", meinte Nürnbergs Trainer Robert Klauß zum ersten Foul an Borkowski und schickte mit Blick auf das zweite Vergehen an Geis hinterher: "Auch das kann man pfeifen." 

Weil Jablonski aber weder das eine noch das andere Foul ahndete, musste sich der Club mächtig strecken, um wieder in die Partie zu finden. "Wir wollten den zweiten Durchgang anders gestalten", sagte Klauß später und stellte zufrieden fest: "Das ist uns gelungen." Mats Möller Daehli ging mit seiner Umtriebigkeit und seinem Spielwitz voran - und nicht einmal 15 Minuten nach Wiederbeginn führte auf einmal der FCN durch einen Doppelschlag (54., 58.). 

Möller Daehli muss angeschlagen vom Feld 

Dass es am Ende trotzdem nur zu einem Punkt reichte, machte Klauß auch an den ausgehenden Reserven seiner Spieler fest: "Am Ende haben die letzten fünf oder zehn Minuten die Kraft gefehlt." Seine Mannschaft musste der Aufholjagd Tribut zollen - und zwar in doppelter Hinsicht: Erst musste Möller Daehli angeschlagen vom Feld (74.), dann traf Sven Michel zum finalen 2:2 (85.).

Wie gravierend die Beschwerden bei Möller Daehli sind, vermochte Klauß kurz nach dem Spiel noch nicht zu beurteilen. Weil ein Muskel, so Nürnbergs Coach, "zugegangen" sei, habe ihm Möller Daehli signalisiert, "dass es bei der nächsten Aktion gefährlich werden könnte. Da wollten wir dann kein Risiko eingehen."

lei

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