Bundesliga

Frankfurt vor dem Spiel in München: "Bayern würde eine Lücke finden"

Frankfurt: Hütter vor dem Spiel in München

Zwei Busse vor dem Tor? "Bayern würde eine Lücke finden"

Hofft auf einen mutigen Auftritt der Eintracht: Trainer Adi Hütter.

Hofft auf einen mutigen Auftritt der Eintracht: Trainer Adi Hütter. imago images

Volle Defensive oder Flucht nach vorne? Das Flügelspiel unter Kontrolle bekommen oder die Mitte dichtmachen? Wie lassen sich die derzeit so formstarken Bayern in den Griff bekommen, das überlegt auch Hütter. "Einen Bus vor das eigene Tor zu stellen wird nicht funktionieren. Da genügen zwei Busse nicht, sie würden noch eine Lücke finden", findet der Österreicher: "Wenn wir die Seiten zumachen, spielen sie durchs Zentrum. Wenn wir höher stehen, spielen sie über die Kette. Und bei hohen Bällen und Standards sind sie auch gut." So sei das, wenn man gegen die "momentan sicher beste Mannschaft der Welt" spielt.

Deswegen fordert Hütter vor allem Courage und das Besinnen auf die eigenen Stärken: "Wir haben Respekt, freuen uns aber auf das Spiel. Bayern ist der klare Favorit, aber ich möchte, dass die Mannschaft wie zuletzt weitermacht, mutig ist und die Chancen sucht." Der Coach weiß, dass sein Team für Zählbares "einen Sterntag benötigt und die Bayern einen nicht so guten", da helfen eine breite Brust und Gegenwehr: "Wir müssen zeigen, dass wir auch gut drauf sind, mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen, unsere Möglichkeiten suchen, Nadelstiche setzen, unangenehm sein und gut in die Zweikämpfe kommen." Eine lange Liste an Anforderungen, gefolgt von einer Gewissheit: "Wenn wir passiv sind, wird es nicht angenehm für uns."

"...dann sieht beides wie eine kaputte Schneekette aus"

Ob die Eintracht in München mit Dreier- oder Viererkette antreten wird, ist für Hütter dabei gar nicht so entscheidend: "Wenn wir die Räume nicht schließen, dann sieht beides eher wie eine kaputte Schneekette aus." Denn: "Wenn Fehler passieren, schlagen sie gnadenlos zu." Da käme ein fitter David Abraham recht, ein Einsatz des Abwehr-Routiniers ist aber ungewiss. Den Argentinier plagt eine Sehnenblessur in der Kniekehle, er wird als einer von 19 Feldspielern mit nach München reisen und am Freitagabend erneut behandelt. Beim Abschlusstraining am Vormittag stand er zwar auf dem Platz, aber hatte noch nicht das Gefühl, bei 100 Prozent zu sein, wie sein Coach berichtete.

Kostic fehlt weiter

Kein Kandidat für den Kader ist Filip Kostic, der zwar gut in Fahrt sei und intensiv trainiere, aber erst vollständig fit werden soll. Amin Younes, nach seiner Einwechslung in Köln ein belebendes Argument, sitzt mit im Flieger nach Bayern, ist aber noch kein Kandidat für die Startelf.

Patrick Kleinmann

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