Tennis

French Open: Zverev: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Deutsche Nummer 1 hat positive Bilanz gegen Alcaraz

Zverev: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Er will sein erstes Major gewinnen: Alexander Zverev.

Er will sein erstes Major gewinnen: Alexander Zverev. IMAGO/PanoramiC

"Ich kann es nicht beschreiben, ich habe viel Geschichte hier - positive wie negative", sagte Alexander Zverev beim Siegerinterview nach seinem 2:6, 6:2, 6:4 und 6:2-Halbfinalsieg über Casper Ruud und versprach mit Blick aufs Endspiel: "Ich werde alles geben."

Am Sonntag wartet dort aber der enorm formstarke Carlos Alcaraz, der seinerseits zuvor den kommenden Weltranglistenersten Jannik Sinner in einem Fünfsatzkrimi niedergerungen hatte. Der Spanier dürfte leicht favorisiert ins Endspiel gehen, zumal er auch schon zwei Grand-Slam-Titel sein Eigen nennt - Alcaraz gewann die US Open 2022 und Wimbledon 2023.

Positive Bilanz gegen Alcaraz

Gegen Zverev hat Alcaraz aber eine negative Bilanz. Im Head to Head führt der sechs Jahre ältere Deutsche knapp mit 5:4, auf Sand führt der Iberer aber mit 2:1. Alcaraz gewann auch das letzte Aufeinandertreffen mit Zverev vor wenigen Wochen im Viertelfinale von Indian Wells mit 6:3, 6:1. Der Spanier seinerseits freut sich auf das Duell. "Du musst kämpfen, du musst leiden, aber du musst es schaffen, das zu genießen", sagte Alcaraz mit Blick auf die besondere Herausforderung Roland Garros.

Diese Aussage dürfte Zverev unterschreiben, auch er musste im bisherigen Turnierverlauf kämpfen und leiden. Auf jeden Fall wird er seine Chance beim Schopf packen wollen - und will nicht wieder so etwas erleben, wie vor Jahren in New York, als er im US-Open-Finale Dominic Thiem unterlag.

"Ich war zwei Sätze und Break vorne, ich war zwei Punkte vom Sieg entfernt", erinnerte sich Zverev, "aber ich war irgendwie nicht bereit. Ich war nicht erwachsen genug, deswegen habe ich verloren." Das sei nun aber anders: "Ich bin 27 Jahre alt und kein Kind mehr", meinte der Weltranglistenvierte und fragte: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Ein Grand-Slam-Finale ist eine ganz andere Welt.

Alexander Zverev

Bei Eurosport gab sich Zverev dann absolut fokussiert auf sein Ziel. "Ich weiß, dass ich noch ein Match vor mir habe. Ich freue mich, dass ich im Finale bin", sagte er und ergänzte: "Ich freue mich aber nur fünf Minuten, dann möchte ich mich auf das Finale vorbereiten und dort ein gutes Match spielen. Ich erwarte ein schwieriges Match."

Angesprochen auf seine Bilanz gegen Alcaraz ergänzte er: "Ich weiß, dass ich gegen ihn schon mal gewonnen habe, aber ich weiß auch, dass ich gegen ihn schon mal verloren habe." Das alles zähle aber eh nicht, denn "ein Grand-Slam-Finale ist eine ganz andere Welt". Zverev verriet, dass er sein "bestes Tennis zeigen" möchte. Ob es zum Sieg reichen wird, wisse er nicht. "Wir werden sehen. In zwei Tagen sind alle Fragen beantwortet. Ich werde mich vorbereiten und alles dafür tun, dieses Match zu gewinnen. Und wenn ich das schaffe, werde ich glücklich sein."

drm