Tennis

Zverev gewinnt das ATP-Masters von Madrid

Nach Siegen gegen Nadal und Thiem

Zverev gewinnt das ATP-Masters von Madrid

Alexander Zverev

Alexander Zverev imago images

Den etwas besseren Start erwischte Zverev, der allerdings bei 1:0-Führung den ersten Breakball liegenließ. Bis zum Stand von 3:3 hielten dann beide Spieler ihren Aufschlag. Doch dann erspielte sich plötzlich Berrettini zwei Breakbälle. Den ersten wehrte der Deutsche mit einem starken Service ab, doch den zweiten nutzte der Italiener zum 4:3. Aber das Re-Break folgte auf den Fuß - und alles war wieder offen.

Satzbälle für beide im Tiebreak

Die Entscheidung fiel im Tiebreak, in dem Berrettini zunächst klar mit 5:0 führte und alles im Griff zu haben schien, doch dann machte Zverev vier Punkte in Folge und war wieder dran. Wie schon der gesamte erste Durchgang war nun also auch der Tie-Break eng. Beide Spieler hatten Satzbälle. Ein Doppelfehler des Deutschen brachte dem Italiener schließlich den vierten Satzball ein - und den nutzte er (10:8).

Zverev schlägt zurück

Im zweiten Satz wog es zunächst hin und her, ehe sich Zverev beim Stand von 4:4 die zweite Breakchance bot. Berrettini machte ihm dann auch noch ein Geschenk, als ihm sein erster Doppelfehler unterlief. Mit dem Break im Rücken servierte der Weltranglistensechste anschließend selbstbewusst und holte sich Durchgang zwei mit 6:4.

Zverev geht erst zu viel Risiko, dann auf Nummer sicher

Die Entscheidung musste also im Dritten fallen. In diesen Satz starteten beide Spieler stabil, doch dann wackelte Zverev plötzlich bei eigenem Aufschlag, auch weil er beim Stand von 40:40 den zweiten Aufschlag mit über 200 km/h ins Aus jagte - zu viel Risiko. Berrettini war aber auch nervös, so jagte der Italiener kurz darauf eine einfache Vorhand aus kurzer Distanz locker ins Netz und verpasste so das mögliche Break.

Das Momentum lag nun bei Zverev, der die Daumenschrauben anlegte und seinem Kontrahenten, der mehr und mehr Probleme mit seiner Vorhand bekam, gleich danach das Service abnahm - 3:2. Zverev spielte in dieser Phase gar nicht herausragend, musste er auch nicht. Eine gute Länge sowie der Fokus auf Fehlervermeidung reichten schon aus, auch weil Berrettini eben immer wieder die Fehler produzierte.

Das ist ein unglaubliches Gefühl.

Alexander Zverev

So war es für Zverev ein Leichtes, das Spiel nach Hause zu bringen. Er nutzte bei Aufschlag Berrettini seinen zweiten Matchball und gewann mit 6:7 (10:8), 6:4, 6:3, auch hier jagte der Italiener den Ball ins Aus. Für Zverev ist es der vierte Titel in seinem achten Masters-Finale - in Madrid ist es sogar der zweite Triumph des 24-jährigen Deutschen, der bestens gerüstet für die French Open scheint.

"Es sind drei Jahre seit meinem letzten Masters-Titel - und die letzten drei Masters-Finals habe ich verloren. Deswegen freue ich mich jetzt umso mehr. Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte der strahlende Sieger am "Sky"-Mikro und blickte gleich mal nach vorne: "Jetzt freue ich mich auf Rom. Das ist auch ein Turnier, wo ich schon Erfolg hatte. Die Bedingungen da sind aber etwas anders und ich hoffe, dass ich dort dasselbe Tennis zeigen kann."

mst/drm