Tennis

Zverev als "Regenkönig": Guter Auftakt in Paris nach Stotterstart

Partie über weite Strecken im Regen absolviert

Zverev als "Regenkönig": Guter Auftakt in Paris nach Stotterstart

Alexander Zverev

Gelungener Auftakt in Paris: Alexander Zverev. imago images

Mit 2:5 lag Zverev im ersten Durchgang zurück und es schien sich Lethargie im Spiel des Hamburgers auszubreiten. Doch plötzlich legte Zverev den Schalter um und war fortan nicht mehr zu stoppen: 7:5, 6:2 und 6:4. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel", sagte Zverev nach seinem Erfolg. "Ich habe vorher ja nicht auf Sand gespielt, und die Bedingungen waren auch nicht so einfach. Von daher bin ich zufrieden."

Eine 28-Schläge-Rally bringt die Wende

Im ersten Satz erwischte Alexander Zverev keinen guten Start, wirkte in seinem Spiel gehemmt und lag schnell mit 2:5 zurück. Doch dann besann sich der Hamburger, agierte druckvoller und breakte den 27-jährigen Österreicher zum 4:5. In einer 28-Schläge-Rally packte Zverev dabei einen starken Passierschlag aus, als Novak erfolgsversprechend ans Netz gestürmt war. Der Wiener wirkte nach der verpassten Chance zum Satzgewinn plötzlich geknickt und verlor auch die weiteren drei Spiele, so dass der erste Satz doch noch überraschend an Zverev ging.

Der zweite Satz wurde eröffnet von einsetzendem Regen und Windböen, so dass das Geläuf auf der roten Asche schmierig wurde. Paradoxerweise kam der größer gewachsene Zverev (198 cm, im Vergleich Novak 183 cm) besser zurecht und schaffte ein schnelles Break zum 2:1. Der US-Open-Finalist blieb konzentriert und nutzte beim Stand von 5:2 seinen dritten Satzball.

Dach muss geschlossen werden - Match läuft weiter

Im dritten Satz gab es immer mehr Situationen, in denen die beiden Spieler wegen des heftigen Regens ins Rutschen kamen. Der Schiedsrichter ordnete daraufhin die Schließung des Daches an - allerdings fragte er bei Zverev und Novak nach, ob das Spiel währenddessen fortgesetzt werden könne. Als beide einwilligten, konnte der dritte Satz beginnen und Zverev schaffte sofort wieder ein Break. Zwar wehrte sich Novak diesmal etwas mehr als im zweiten Durchgang, doch nach etwas mehr als zwei Stunden nutzte Zverev seinen ersten Matchball zum 6:4.

In der zweiten Runde wartet auf Deutschlands besten Tennisprofi der Sieger des Duells zwischen dem US-amerikanischen Qualifikanten Michael Mmoh und dem Franzosen Pierre Hugues Herbert.

Ich glaube daran, dass ich ein Grand-Slam-Champion sein werde. Ich war nah dran in New York, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich da mein bestes Tennis gespielt habe.

Alexander Zverev

Aus der knappen Final-Niederlage bei den US Open gegen seinen Freund Dominic Thiem hat Zverev offenbar seine Schlüsse gezogen und an Selbstbewusstsein dazugewonnen. "Ich glaube daran, dass ich ein Grand-Slam-Champion sein werde. Ich war nah dran in New York, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich da mein bestes Tennis gespielt habe", so der 23-Jährige nach seinem erfolgreichen Einstieg in Roland Garros.

Anfang des Jahres erreichte Zverev bei den Australian Open das Halbfinale - auch in Melbourne verlor er gegen Thiem, der nach dem verlorenen ersten Satz die drei weiteren engen Durchgänge für sich entschied.

bst