Regionalliga

Zuschauer-Debatte in Essen: Welling "froh über jeden"

RWE schlägt Rhynern zuhause mit 4:1

Zuschauer-Debatte in Essen: Welling "froh über jeden"

Er ist noch unbesorgt: RWE-Vorstand Prof. Dr. Michael Welling.

Er ist noch unbesorgt: RWE-Vorstand Prof. Dr. Michael Welling. imago

5047 Zuschauer sahen den 4:1-Sieg von RWE gegen den Tabellenletzten Rhynern an der Hafenstraße. Fast alle Regionalligisten und jede Menge Drittligisten würden diese Zahl mit Sicherheit sofort unterschreiben, Essen sollte damit aber nicht vollends zufrieden sein, denn: Zum Auftakt kamen über 10.000 Zuschauer, in den beiden Heimspielen danach immerhin mehr als 6.000. Ursache dafür könnte die Durststrecke sein, die der Traditionsklub in den vergangenen Wochen durchlebt hatte (vier Unentschieden, eine Niederlage).

Das sei aber nicht die einzige Grund für die sinkenden Besucherzahlen, glaubt Welling. "Wir spielen an einem Dienstagabend hier gegen den Tabellenletzten. Die letzten Ergebnisse waren nicht gut, die Stimmung ist nicht toll und parallel läuft auch noch Bundesliga", zählt der 45-Jährige im Interview mit "RevierSport" auf und betont: "Von daher freue ich mich über jeden, der hierher kommt und ich denke, dass ist das, was es wirklich ausmacht. Es geht darum, in solchen Zeiten wie diesen als Fan hierhinzukommen."

Rot-Weiss Essen - Vereinsdaten
Rot-Weiss Essen

Gründungsdatum

01.02.1907

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Ich finde es überragend, wie viele hier waren.

Essens Präsident Prof. Dr. Michael Welling über das Fan-Aufkommen

Statt fehlenden Fans nachzutrauern, schlägt Welling in eine andere Kerbe. "Ich finde es überragend, wie viele hier waren, denn das ist viel entscheidender. Wichtiger sind nämlich die, die da sind und weniger die, die nicht da sind." Diese sahen im Übrigen zunächst einen ordentlichen Auftritt von RWE mit einem herausragenden Kai Pröger. Der Sommer-Neuzugang brachte die Rot-Weißen in der 17. Spielminute mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer in Führung und legte noch zwei weitere Tore nach (35., 54.).

"Wir haben heute zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten haben wir wenig Fußball gespielt und es wollte kaum jemand den Ball haben", befand Trainer Sven Demandt, sah anschließend aber eine deutliche Leistungssteigerung: "Nach der Pause wurde unser Spiel dann deutlich besser und wir hätten sicherlich auch das eine oder andere Tor mehr schießen können." Durch den zweiten Heimsieg der Saison entfernte sich Essen vorerst aus der Abstiegszone und sprang ins Mittelfeld.

mam