Drittliga-Aufstieg

Dresden mit Zusammenhalt und Optimismus nach Kaiserslautern

Zwei Tage vor dem Relegations-Hinspiel

Zusammenhalt beschworen: Capretti glaubt an sein "funktionierendes Team"

Zusammenhalt ist das Motto: Auf Wunsch der Mannschaft reist das komplette Team nach Kaiserslautern.

Zusammenhalt ist das Motto: Auf Wunsch der Mannschaft reist das komplette Team nach Kaiserslautern. IMAGO/Hentschel

Dynamo Dresden macht sich am Mittwoch auf nach Kaiserslautern, wo die Mannschaft am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auf den FCK trifft, um das Relegations-Hinspiel auszutragen. Wie Trainer Guerino Capretti auf der Pressekonferenz verriet, wird sich die gesamte Mannschaft auf den Weg in die Pfalz machen; nicht nur der Spieltags-Kader.

Das habe die Mannschaft so entschieden, diesen Teamspirit brauche man jetzt. In der Vorbereitung auf die entscheidenden Spiele möchte Capretti allein sein mit seiner Mannschaft. Auf ein Training in der Spielstätte am Betzenberg verzichtet sein Team deshalb.

Relegation

Gegen den Tabellendritten der 3. Liga steht Capretti der selbe Kader wie bei der Niederlage gegen Erzgebirge Aue (0:1) zur Verfügung. Trotz der schwachen Rückrunde, in der den Dresdnern kein einziger Sieg gelang, zeigte sich der Deutsch-Italiener zuversichtlich: "Wir haben ein funktionierendes Team und gute Qualität. Ich glaube an den Ligaverbleib."

Die Derby-Niederlage zuletzt habe man aufgearbeitet, die Wut darüber in Fokus auf den kommenden Gegner kanalisiert. Die Rückserie könne man nicht ändern, dafür habe man jetzt eine große Chance, Zweitligist zu bleiben.

Alles entscheidende Woche zur Beurteilung der letzten zwei Jahre

Ralf Becker, Geschäftsführer Sport bei Dynamo Dresden, sprach gar von der "alles entscheidenden Woche zur Beurteilung der letzten zwei Jahre". Vor zwei Jahren war Dynamo in die 3. Liga abgestiegen und hatte sich mit Becker neu aufgestellt. In der Vorsaison schaffte Dynamo den direkten Wiederaufstieg und gewann dabei beide Partien gegen den FCK. Nach 17 Spielen ohne Sieg und einem Jahr Abstand sind diese Ergebnisse aber nicht mehr relevant.

Trotz der Brisanz und Vorzeichen der Relegationsspiele ist die Führungsriege der Sachsen positiv gestimmt: Becker ist "optimistisch", Capretti "freut sich über die Chance", die seine Mannschaft in den beiden Partien erhält. Zuversichtlich stimmen sollte den Trainerstab auch, dass sich die Grundstruktur des Kaders aus der Aufstiegssaison nicht geändert hat. Mit dem feinen Unterschied, dass negative Ergebnisse grundsätzlich das Gefühl in der Mannschaft verändern können, wie Becker resümiert.

Gespräch mit Relegations-Gewinnern

Damit es mit dem Klassenerhalt klappt, hat sich der Trainer auch Rat bei den Spielern geholt, die 2013/14 nach einer schwachen Zweitliga-Saison die Chance der Relegation genutzt und die Liga gehalten haben: "Es bleiben diese positiven Momente aus der Relegation hängen. Wie die Saison dann war, danach fragt zur heutigen Zeit keiner mehr nach." Diese Energie und die Sicht auf das damalige Erfolgserlebnis möchte Capretti mit nach Kaiserslautern nehmen, um seine Mannschaft auf die Duelle mit dem FCK einzuschwören.

kon