Bundesliga

Verlängert der VfB Stuttgart mit Gonzalo Castro und Daniel Didavi?

Stuttgart: Kein Fortschritt bei den Vertragsgesprächen

Zukunft offen: Castro, Didavi und Co. müssen warten

Bleibt er eine weitere Saison beim VfB? Kapitän Gonzalo Castro.

Bleibt er eine weitere Saison beim VfB? Kapitän Gonzalo Castro. imago images

Hinter den Spitzen zu spielen ist für Castro nicht so ungewöhnlich. Dennoch durfte und sollte der 34-Jährige am Sonntagabend noch einen Tick freier und offensiver als sonst agieren. Mit dem Ergebnis, dass er bei beiden VfB-Treffern den klugen, vorletzten Pass in die Tiefe auf Vorbereiter Silas Wamangituka spielte. "Gonzo hat ein sehr gutes Spiel gemacht, ist viel gelaufen, hat viel gearbeitet, hat die Räume gut besetzt und beide Tore mitvorbereitet", lobt Trainer Pellegrino Matarazzo seinen Kapitän, dessen Zukunft am Neckar ungeklärt ist.

Der Vertrag des Routiniers, der in dieser Saison seine ganze Klasse als Charakter und Spieler unter Beweis stellt, läuft im Sommer aus. Für den Jahreswechsel waren bereits erste Gespräche anberaumt, dann aber vertagt worden. Jedoch ist man bis heute nicht weitergekommen. Obwohl beiderseitiges Interesse besteht, dass Castro sein Vorhaben, eine weitere Saison Profifußball zu absolvieren, in Stuttgart umsetzt.

Mislintat: "Er hat es verdient, dass wir uns respektvoll zusammensetzen"

Der Gedanke, dass man Castro, der zusammen mit Daniel Didavi, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, zu den Topverdienern gehört, mit einem abgespeckten Vertragsangebot mal auf die Schnelle binden könnte, kommt Sven Mislintat nicht in den Sinn. "Er hat es verdient, dass wir uns respektvoll zusammensetzen", sagt der Sportdirektor, der "die Diskussion über die Verhandlungen mit ihm nicht öffentlich führen" möchte.

Gerade die Planspiele mit Castro, Didavi sowie Hamadi Al Ghaddioui und Marcin Kaminski, deren Kontrakte ebenso enden, gestalten sich schwierig. "Bei den auslaufenden Verträgen brauchen wir auch das wirtschaftliche Go", sagt Mislintat. "Wir müssen sehen, was wir uns in Corona-Zeiten erlauben können. Immer einhergehend mit der sportlichen Evaluation der Spieler." Womit der Kaderplaner deren Entwicklung und Bewertung in den kommenden Monaten meint.

Matarazzo: "Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst"

Noch ist etwas Zeit und auch wieder nicht, wenn man bedenkt, wie schnell diese verrinnt. In Sachen Castro, das signalisiert Mislintat, könnte der Startschuss noch im März, vielleicht aber auch im April fallen. Die Chancen auf einen Verbleib des Routiniers sind jedenfalls mehr als nur gegeben.

Wie auch bei Al Ghaddioui, der sich Hoffnungen auf eine Verlängerung machen darf, was angesichts seiner Verletzungshistorie in dieser Saison nicht logisch ist. "Hamadi ist ein Spieler, der bewiesen hat, was er kann. Auch wenn er mal verletzt war", sagt Matarazzo über den Angreifer, den erst eine Schambeinverletzung und jetzt ein Syndesmoseanriss stoppte und stoppt. "Ich glaube, dass es eine Gesamtverantwortung des Vereins gibt, einen Spieler, der so lange verletzt ausgefallen ist, zu unterstützen. Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und werden dieser bei Hamadi gerecht werden."

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George Moissidis