2. Bundesliga

"Demütiger" KSC um Trainer Eichner hat weiter die 40 Punkte im Blick

"Demütige" Karlsruher haben nach wie vor die 40 Punkte im Blick

"Zug war nie entgleist" - KSC-Express rollt weiter

Bleibt mit seinem KSC weiter an der Spitzengruppe dran: Cheftrainer Christian Eichner.

Bleibt mit seinem KSC weiter an der Spitzengruppe dran: Cheftrainer Christian Eichner. imago images

"Wenn man gewinnt, kann man immer zufrieden sein", sagte KSC-Kapitän Jerome Gondorf nach dem 1:0 gegen die Lilien am Mikrofon bei "Sky". Ganz so undifferenziert wollte es sein Trainer Eichner jedoch nicht stehenlassen. Denn wie schon gegen den Club in der Woche zuvor, als der KSC erstmals im Jahr 2021 eine Niederlage hatte hinnehmen müssen, stockte der Offensivmotor der Badener. "Wir waren relativ deutlich in der Pause und haben versucht, Emotionalität in die Mannschaft zu bringen", so der Cheftrainer.

Choi blüht nach der Pause auf: "Kann für diesen einen Moment da sein"

Dass seine Mannschaft die deutlichen Worte in Taten umsetzte, "hat mir in der zweiten Halbzeit extrem imponiert", sagte Eichner anschließend. Allen voran Südkoreaner Choi, der laut Kapitän Gondorf "eine schwierige erste Hälfte" erlebt hatte, drehte nach der Pause und bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung (Eichner: "Irgendwas am Sprunggelenk, auf den ersten Blick nicht so schlimm") auf und brachte den entscheidenden Treffer. "Wir wissen genau, dass er für diesen einen Moment da sein kann. Das hat er eindrucksvoll bewiesen", so Gondorf.

Spielersteckbrief Gondorf
Gondorf

Gondorf Jerome

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
45
2
Holstein Kiel Holstein Kiel
45
3
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
43

Es gibt nichts Schöneres, als an einem Freitagabend auswärts richtig dreckig 1:0 zu gewinnen und dann entspannt nach Hause zu fahren.

Christian Eichner

Das Tor reichte für einen minimalistischen Arbeitssieg, der dafür sorgte, dass der KSC mit nun 39 Zählern Platz fünf festigte, weiter oben dranbleibt und nach der Niederlage gegen Nürnberg nicht in einen Abwärtstrend gerät: "Wir haben ein Stoppschild gesetzt. Der Zug war nie entgleist, er hat in Nürnberg nur kurz angehalten", stellte Eichner auf der anschließenden Pressekonferenz bildlich dar.

Dass das "Signal wieder auf Grün gestellt" wurde, freute den 38-Jährigen ungemein. "Ganz offen und ehrlich gesagt: Es gibt nichts Schöneres, als an einem Freitagabend auswärts richtig dreckig 1:0 zu gewinnen und dann entspannt nach Hause zu fahren."

"Gehen davon aus, dass wir auch nächste Saison in der 2. Bundesliga spielen"

Im Moment beträgt der Rückstand auf die Top 4 - und zugleich auch auf Rang eins - nur noch drei Zähler, das punktgleiche Spitzenquartett kann den ursprünglichen Abstand in den kommenden Tagen wiederherstellen. Fangen die Badener doch noch an zu träumen? "Demut zeichnet uns diese Saison aus", meinte Gondorf, "demütig" müsse man bleiben, sagte auch sein Coach. "Wir können davon ausgehen, dass wir auch nächste Saison in der 2. Bundesliga spielen", so Eichner. Nach der vergangenen Zitter-Saison ist das sicherlich nicht selbstverständlich, an der Zielsetzung Klassenerhalt hat sich nach wie vor nichts geändert. Nächster Halt, um im Bilde des Karlsruher Cheftrainers zu bleiben, ist die 40-Punkte-Marke.

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