2. Bundesliga

Zu viele HSV-Fehlstarts - Walter braucht ein Gegenmittel

Früh attackierende Gegner erwischen den HSV an einem wunden Punkt

Zu viele Fehlstarts - Walter braucht ein Gegenmittel

HSV-Coach Tim Walter kämpft gegen die frühen Rückstände an.

HSV-Coach Tim Walter kämpft gegen die frühen Rückstände an. IMAGO/Zink

Schon zuvor gegen Magdeburg (2:3), Paderborn (3:2) und Regensburg (3:1) hatte es früh geklingelt. Ein Kardinalproblem des Aufstiegsanwärters, wie auch Kapitän Sebastian Schonlau betont: "Es kann nicht jedes Mal klappen, einen frühen Rückstand zu drehen."

Ligaspitze bei Gegentoren in der Anfangsviertelstunde

Klar ist: Die vier Fehlstarts nacheinander kommen nicht völlig aus dem Nichts. Schon zu Beginn der Saison hatte der HSV mitunter Probleme, ins Spiel zu kommen, hat insgesamt bereits sieben Gegentore in der Anfangsviertelstunde zugelassen - das ist Ligaspitze vor Jahn Regensburg (6) und fraglos zu viel. Tim Walter versuchte, während der Pressekonferenz am Donnerstag mit einem Scherz über das Problem hinwegzugehen: "Wir haben eine Lösung. Samstagmorgen werden wir ins Schwimmbad gehen und alle ins Wasser schmeißen, dann sind alle wach." Und auf die Frage, ob auch er mit seiner Arbeit einwirken kann, kontert er: "Auch ich gehe mit ins Wasser."

Der 47-Jährige weiß, dass Humor nicht der alleinige Problemlöser sein wird. Offensichtlich ist, dass einige Gegner, auch die Fürther am Dienstag, zumindest in der Anfangsphase einer Partie versuchen, die in ihrem Aufbau mutigen bis riskanten Hamburger früh zu attackieren, um sich später zurückzuziehen. Der kommende Gegner SV Sandhausen steht grundsätzlich eher nicht für diese Herangehensweise, aber: Zuletzt hatten verschiedene gegnerische Trainer ihren Stil angepasst, um dem HSV begegnen zu können, Magdeburgs Coach Christian Titz etwa hatte vom bevorzugten Ballbesitz-Fußball Abstand genommen und damit Erfolg.

Frühe Rückstände sollen nicht zum Kopfproblem werden

Die Suche nach dem probaten Gegenmittel bei anfangs hoch attackierenden Mannschaften läuft in der Hansestadt noch und wird kaum im Schwimmbad enden. Sonst droht der HSV im Aufstiegsrennen ein fünftes Mal in Folge Baden zu gehen. Walter versichert, "dass es natürlich darum geht, dass wir von Beginn an wach und drin im Spiel sind". Er will die frühen Rückschläge aber ausdrücklich auch nicht zu sehr zum Kopfproblem machen: "Es ist ja klar, dass wir das nicht immer grundlegend thematisieren sollten, weil solche Dinge dann ja oft erst recht so kommen."

Sebastian Wolff

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