2. Bundesliga

Zingler: "Wir sind für die Abschaffung des Montagsspiels"

Samstagsspiel? Noch keine Entscheidung getroffen

Zingler: "Wir sind für die Abschaffung des Montagsspiels"

Dirk Zingler

Setzt sich gegen Montagsspiele ein: Dirk Zingler. imago

Auf einer Sitzung der 18 Zweitliga-Klubs am 12. Oktober in Frankfurt war auch der Vorschlag des 1. FC Union Berlin diskutiert worden, das bei vielen Fans unbeliebte Montagsspiel für die neue TV-Rechteperiode (ab der Saison 2012/2022) abzuschaffen. "Wir sind für die Abschaffung des Montagsspiels", stellte Zingler am Mittwoch in einer Medienrunde klar, musste aber von der genannten Sitzung berichten: "Dafür hat sich bisher keine Mehrheit gefunden."

Die Sport Bild hatte in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, dass nicht nur der Montagstermin beibehalten werde, sondern dass sich die Mehrheit der Zweitligisten zusätzlich für eine weitere Anstoßzeit – am Samstagabend nach dem Bundesligaspiel – ausgesprochen habe. Diese Darstellung relativierte Zingler mit den Worten: "Der Samstagabend könnte die Alternative zum Montag sein." Und vor allem: "Entschieden ist noch gar nichts."

Laut des Klubchefs der Eisernen, die bereits Anfang des Monats mit einem Positionspapier unter dem Titel "Kurswechsel für den deutschen Profifußball" umfangreiche Reformen von der Regional- bis zur Bundesliga zur Diskussion gestellt hatten, sei also nicht klar, dass es um einen zusätzlichen Termin gehe. Nur wenige Zweitligisten seien für eine Lösung mit beiden Terminen. Dass der Samstagabend- den Montag-Termin ersetze, werde hingegen von der Mehrheit der Klubs befürwortet. "Der Sonnabend beinhaltet ein besseres Reiseverhalten für die Fans, die Familien könnten mit ins Stadion genommen werden, weil Sonntag frei ist", erklärte Zingler und sagte: "Wir wollen einen Exklusivspieltermin behalten. So ist der Sonnabend ins Spiel gekommen."

In den kommenden Wochen und Monaten soll das Thema zunächst weiter in den Klubs diskutiert werden. Das letzte Wort in der Sache hat die Deutsche Fußball Liga (DFL), die so etwas in ihre kommende Ausschreibung für die nächste Rechtevergabe aufnehmen müsste.

Jan Reinold