2. Bundesliga

96-Coach Zimmermann: "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren"

Hannovers Coach kündigt Formverbesserung an

Zimmermann: "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren"

Hatte zuletzt wenig Grund, Beifall zu klatschen: 96-Coach Jan Zimmermann.

Hatte zuletzt wenig Grund, Beifall zu klatschen: 96-Coach Jan Zimmermann. imago images/Zink

Wenn Zimmermann von einer "homogenen, aggressiven und laufbereiten Mannschaft" spricht, die "auch aus relativ wenig viel machen und viel Torgefahr entfachen kann", dann meint der Trainer von Hannover 96 damit nicht etwa sein eigenes Team, sondern den nächsten Gegner: den aktuellen Tabellenzweiten SSV Jahn Regensburg, die Überraschungsmannschaft der 2. Bundesliga. 21 Tore haben die Regensburger in dieser Saison schon geschossen - dreimal so viel wie 96.

Doppeltes Manko: Zu wenig Tore, zu wenig Punkte

Und genau dort liegt das Problem der Niedersachsen: Sie schießen viel zu wenig Tore. Neuzugang Sebastian Kerk ist mit zwei Saisontreffern der beste Torschütze des Tabellenvierzehnten. Das sagt viel darüber aus, wo das größte Problem der Hannoveraner liegt. "Wir haben deutlich zu wenig Tore geschossen, deutlich zu wenig Punkte geholt und wir haben uns auch in den Spielen, in denen wir es gut gemacht haben, am Ende nicht dafür belohnt. Ich bin nicht zufrieden damit, wie wir dastehen", zieht der Coach eine kritische Bilanz nach zehn Spieltagen.

96 tummelt sich im Niemandsland der Tabelle. Tendenz: fallend. Ein Zähler und ein Tor sind der Ertrag aus den letzten drei Spielen gegen Sandhausen, in Nürnberg und gegen Schalke 04. "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren", fordert der Coach, "und uns nicht kleiner und schlechter machen, als wir sind." Er sei von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt. Nur rufe sie diese Qualität auf dem Platz zu selten ab. Ein Problem, das sich schon wie ein roter Faden durch die vergangene Saison gezogen hat. Zimmermann: "Natürlich hatten wir uns das anders vorgestellt. Wir wollten nach zehn Spielen in einer anderen Situation sein, müssen uns offensiv mehr durchsetzen."

Es gibt nichts Beschisseneres, als Spiele zu verlieren.

Jan Zimmermann

Nach den Erfolgen gegen St. Pauli und in Kiel im September wähnte der Coach seine Mannschaft schon auf einem guten Weg. "Davon sind wir aber abgekommen", räumt der 42-Jährige ein. "Wir müssen mehr Durchschlagskraft entwickeln, um einen positiven Trend zu gestalten."

Die Last-Minute-Niederlage gegen Schalke am vergangenen Freitag tut "richtig weh", erzählt Zimmermann. "Aber auch die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mich enttäuscht. Es gibt nichts Beschisseneres, als Spiele zu verlieren." Am Sonntag in Regensburg will sich 96 wieder deutlich formverbessert präsentieren, kündigte der Trainer an.

Gunnar Meggers