3. Liga

Kaiserslautern: Jean Zimmer hofft auf Erkenntnisse während der Busfahrt

Kaiserslautern trudelt dem Abstieg entgegen

Zimmer hofft auf Erkenntnisse während der Busfahrt

Kaiserslauterns Kapitän Jean Zimmer machte sich bereits kurz nach Spielende Gedanken und erwartete dies auch von seinen Kollegen.

Kaiserslauterns Kapitän Jean Zimmer machte sich bereits kurz nach Spielende Gedanken und erwartete dies auch von seinen Kollegen. imago images

Die Lage beim 1. FC Kaiserslautern spitzt sich immer weiter zu. Nach der 0:1-Niederlage im Abstiegsduell in Magdeburg ist das rettende Ufer, auch weil zeitgleich Uerdingen 3:2 in Haching gewann, in weite Ferne gerückt. Wie weit sechs Punkte Abstand auf Platz 16 sind, das zeigt ein Blick in die Bilanz der Roten Teufel: Um sechs Zähler zu sammeln, brauchte der FCK zuletzt ganze acht Spiele (1/3/4) - zu wenig, um mit den punktenden Konkurrenten im Abstiegskampf Schritt zu halten.

Auch nach der Partie kam Frank Döpper, der den gesperrten FCK-Trainer Marco Antwerpen an der Seitenlinie vertrat, exakt dieses Fazit bei "MagentaSport" über die Lippen: "Letztendlich muss man ganz klar sagen, das war heute zu wenig. Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten." Zu selten konnte der FCK wirkliche Torgefahr entwickeln, bezeichnend für die Harmlosigkeit der Pfälzer war, dass die besten Chancen, von Marvin Pourié (35.) und Jean Zimmer (72.), nicht einmal aufs Tor kamen. Weitere Abschlüsse von Marlon Ritter (17.) und Pourié (45.+3) kamen zwar auf das Gehäuse, doch mehr oder minder genau auf den Keeper.

Lauterns große "Leere"

Das ganz große Aufbäumen blieb auch nach dem 0:1 durch Ex-Lauterer Baris Atik aus. Döpper fühlte nach dem Schlusspfiff einfach nur "Leere" und auch Zimmer wirkte schwer enttäuscht. Das Fehlen von Cheftrainer Antwerpen wollte der Kapitän nicht gelten lassen: "Wir müssen das auf dem Platz regeln und das haben wir nicht geschafft." Diese Niederlage sei doppelt schmerzhaft, "wir waren heute leider unterlegen gegen einen direkten Konkurrenten".

Und genau bei diesem Konkurrenten brachte der Trainerwechsel das, was man sich auch beim FCK erhofft hatte. Während Magdeburg seit vier Spielen ungeschlagen ist, wartet Kaiserslautern auch mit Antwerpen als Cheftrainer seit mittlerweile schon wieder fünf Partien auf den nächsten Dreier - es gab ohnehin unter dem Nachfolger von Jeff Saibene erst einen in sechs Spielen, ausgerechnet im Derby gegen Waldhof Mannheim.

Hoffnung auf die Busfahrt

Was macht also noch Hoffnung auf den Klassenerhalt? Für Döpper ist das ganz klar der Blick auf die verbleibenden Spiele, denn es "sind noch zehn zu vergeben". Zimmer hingegen richtet seine Hoffnung auf die anstehende Rückreise aus Sachsen-Anhalt zurück in die Pfalz: "Wir haben jetzt eine lange Busfahrt vor uns, bei der jeder auch mal Zeit hat, über sich selbst nachzudenken." Angesichts der nun anstehenden Länderspielpause sollte es genug Zeit geben, sich Gedanken zu machen, wie der Abstieg noch verhindert werden kann.

sts