3. Liga

1. FC Kaiserslautern laut Zimmer von 1860 "Stück weit vorgeführt"

FCK-Coach Antwerpen ebenfalls enttäuscht

Zimmer ehrlich: Kaiserslautern ist von 1860 "Stück weit vorgeführt" worden

Kaiserslauterns Kapitän Jean Zimmer war nach dem 0:3 bei 1860 München bedient.

Kaiserslauterns Kapitän Jean Zimmer war nach dem 0:3 bei 1860 München bedient. imago images

Vor Anpfiff war der FCK selbstbewusst. Trainer Marco Antwerpen hatte sein Team bereits "auf Augenhöhe" mit dem formstarken Aufstiegsanwärter 1860 München gesehen. Schließlich waren die Pfälzer mit einer Serie von sechs ungeschlagenen Spielen (3/3/0) in die Begegnung gegangen und befanden sich erstmals seit Längerem nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. Doch von Selbstvertrauen war wenig zu sehen.

Der Trainer vermisst die Bereitschaft

"Wir waren vom Start weg nicht bereit, gut gegen den Ball zu arbeiten; Laufwege für den Nebenmann mitzumachen. Dementsprechend hatten wir Probleme, das Spiel von 1860 zu stoppen", gab Antwerpen nach dem 3:0-Endstand am Mikrofon von "MagentaSport" bedient zu. "Ich hatte nicht den Eindruck, dass wir mit hoher Laufbereitschaft gegen den Ball gearbeitet haben. Das war unser Kernproblem."

Sein Kapitän Jean Zimmer sah es ähnlich, die gesamte Mannschaft sei aufgrund des klaren Ergebnisses enttäuscht. Grund für den schwachen Auftritt sei gewesen, dass die Roten Teufel "nicht in das Pressing, das uns die letzten Wochen stark gemacht" habe, gekommen sei. Und wenn, sei der FCK nicht in der Lage gewesen, die seltenen Fehler der Münchner Löwen zu nutzen.

"So, wie es nicht sein muss": Antwerpen auch wegen Gegentor verärgert

Symptomatisch für diese Beschreibung steht wohl der Treffer zum 0:1. Erst machten die Gäste aus der Pfalz nichts aus einem groben Patzer von 1860-Keeper Marco Hiller, nach der darauffolgenden Ecke fingen sie sich den Konter zum Gegentor durch Richard Neudecker ein. "Wenn man sieht wie wir das 0:1 kassieren" - in einer guten Phase hätten die Spieler mal wieder nach einem eigenen Eckball am zweiten Pfosten über den Ball geschlagen und dann einen Konter kassiert - "dann bist du eigentlich auch noch so beteiligt, wie es nicht sein muss", ärgerte sich Trainer Antwerpen.

In der zweiten Hälfte ging nichts mehr bei den Lauterern, nach dem Treffer zum 0:2 und auch dem 0:3 durch Doppeltorschütze Philipp Steinhart sei man "Stück weit vorgeführt" worden, so Kapitän Zimmer, der appellierte: "Ich hoffe, dass das ein Dämpfer zur richtigen Zeit war. Wir müssen gucken, dass wir wieder ein anderes Gesicht auf den Platz bringen."

Ich hoffe, dass das ein Dämpfer zur richtigen Zeit war.

Jean Zimmer

Gemeint war damit das bedeutende Spiel am Samstag (14 Uhr) gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten KFC Uerdingen. Nach der von Trainer Antwerpen als "einfach enttäuschend" betitelten Niederlage in München muss der Blick also schnell wieder nach vorne gehen. "Wir müssen das Spiel gewinnen", meinte Zimmer. Denn noch steht der FCK auf Platz 15, doch die Konkurrenz hat nun wieder eine Partie in der Hinterhand.

mje

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