Bundesliga

Zieler: "Ich gebe Gas, das entspricht meinem Naturell"

Köln: Risses Wechsel per Leihe zur Viktoria ist perfekt

Zieler: "Ich gebe Gas, das entspricht meinem Naturell"

In Aktion gegen Blau-Weiß Lohne: Ron-Robert Zieler.

In Aktion gegen Blau-Weiß Lohne: Ron-Robert Zieler. imago images

Hinter sich hat er in Hannover eine Zeit gelassen, die er selbst als "die schwersten Wochen meiner Karriere" bezeichnet. Wie er abserviert wurde dort, vor allen Dingen von Klubboss Martin Kind, das schmerzt. Umso dankbarer war er für die Kontaktaufnahme der Kölner. Ein Jahr lang ist die Vergangenheit nun mindestens abgehakt, so lange läuft das Leihgeschäft zwischen Köln und Hannover. Er will eigentlich keine Worte mehr über das verlieren, was ihm in der niedersächsischen Landeshauptstadt widerfuhr, sagt nur noch so viel: "Vielleicht gehört es ja zu einer Karriere dazu, so etwas zu erfahren."

In Köln will er die "Freude zurückbekommen", was bisher klappt. Die sportliche Situation ist neu für ihn, der selten auf der Bank saß und Nationalspieler war, sogar Weltmeister, 2014 in Brasilien. "Meine Rolle ist klar kommuniziert", sagt Zieler, er ist die Nummer zwei, von der verlangt wird, dass sie jederzeit einspringen kann, sollte Timo Horn verletzt sein. "Ich werde die Rolle annehmen und trotzdem versuche ich, ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu sein, den Jungs zu helfen. Klar ist: Ich bin Herausforderer, aber ich gebe Gas, das entspricht meinem Naturell. Ich will mich hier weiterentwickeln."

Für ihn sei es schön, so Zieler nach dem 2:0-Testspielsieg gegen den VfL Bochum, noch einmal diese Chance bekommen zu haben: "Ich bin nicht mehr davon ausgegangen, dass sich die Möglichkeit noch einmal ergibt, zum FC zurückzukehren. Das ist eine tolle Chance, ein tolles Gefühl. Köln ist für mich Heimat." Nach der Halbzeitpause kam Zieler gegen den VfL ins Tor, machte seine Sache gut, rettete einmal in Klasse-Manier gegen Ganvoula.

Risse: "Es hat ein bisschen gedauert, bis alles in trockenen Tüchern war"

Ein Kölner also zurück beim FC, ein anderer bleibt zwar in Köln, wechselt aber auf die andere Rheinseite zum Drittligisten FC Viktoria Köln. Marcel Risse lässt sich ausleihen und startet ab sofort in die Vorbereitung der Höhenberger. Risses Kommentar zum Neustart zwei Klassen tiefer: "Es hat ein bisschen gedauert, bis alles in trockenen Tüchern war. Ich habe auch den einen oder anderen Tag zu Hause darauf gewartet, dass es vorwärts geht. Aber jetzt sind die Unterschriften trocken und ich freue mich auf die neue Aufgabe. Den einen oder anderen Spieler der Viktoria kenne ich schon von früher. Deshalb freue ich mich darauf, die 'alten' Gesichter wiederzusehen. Ich habe mir auch das erste Testspiel angeschaut und bin froh, zum Team dazuzustoßen."

Der Wechsel wurde möglich, weil alle drei Parteien sich fanden: der FC, der Risses Gehaltseinbußen durch eine Kompensationszahlung abfederte und die Viktoria, die dennoch sicherlich einen neuen Spitzenverdiener in ihren Reihen hat. Risse zur Viktoria - dies ist auch ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.

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