3. Liga

3. Liga: Zieht es Terrence Boyd von Halle nach Kaiserslautern?

Kaderplanung in der Pfalz weiter auf Hochtouren

Zieht es Boyd nach Kaiserslautern?

Terrence Boyd

Bei den Roten Teufeln im Fokus: Terrence Boyd vom Halleschen FC. imago images

Mit den beiden Defensivspielern Alexander Winkler (28, SpVgg Unterhaching) und Adam Hlousek (31, Viktoria Pilsen), den Offensivkräften Marius Kleinsorge (24, SV Meppen) und Nicolas Sessa (24, Erzgebirge Aue) sowie Rückkehrer Elias Huth (23, FSV Zwickau) hat der FCK seinen Kader bereits auf mehreren Positionen ergänzt. Bis auf U-21-Nationalkeeper Lennart Grill hat zudem (noch) kein Leistungsträger den Traditionsverein verlassen. Doch die Transferaktivitäten sind auf dem Betzenberg noch nicht zur Ruhe gekommen. Den Aufstieg will der Traditionsverein unter keinen Umständen auch im dritten Anlauf verpassen.

Bei dem vom 1. FC Heidenheim umworbenen Angriffsduo um Christian Kühlwetter und Florian Pick bleibt der FCK bisher weiter hart. Auch nach einem verbesserten Angebot des Zweitligisten sind beide Klubs nach kicker-Informationen noch meilenweit von einem gemeinsamen Nenner entfernt. Zumal keineswegs klar wäre, dass die Lauterer beide (Vertrag bis 2021) im kommenden Sommer ablösefrei verlieren würden. Im Falle des Aufstiegs würde sich der Vertrag durch eine Option jeweils verlängern. Mit einem gewissen finanziellen Risiko wäre ein Verbleib des Duos dennoch verbunden.

Bullig und treffsicher: Boyd wäre ein neuer Spielertyp im Kader

Diese Offensivkraft reicht den Verantwortlichen aber offenbar noch nicht aus. Nach kicker-Informationen gibt es Pläne, sich im Angriff weiter zu verstärken. Dazu haben die Pfälzer ein Auge auf Halles Topscorer Terence Boyd geworfen. Der bullige Angreifer glänzte mit 14 Tore und elf Vorlagen in der abgelaufenen Saison und würde das Repertoire der Pfälzer um einen weiteren Spielertyp ergänzen. Doch es dürfte nicht leicht werden, den 29-jährigen Sturmtank beim Halleschen FC loszueisen. Nachdem mit Sebastian Mai, Pascal Sohm (beide Dynamo Dresden) und Bentley Bexter Bahn (Hansa Rostock) bereits drei Leistungsträger den Klub verlassen haben, wird man Boyd nur sehr ungerne und nur für eine entsprechend hohe Entschädigung ziehen lassen. Eine vorhandene Ausstiegsklausel sei inzwischen abgelaufen, erklärte HFC-Coach Florian Schnorrenberg unlängst.

Käme Boyd, wäre der Spielraum bei Kühlwetter größer

Eine Verpflichtung Boyds würde dem FCK einen vergrößerten Handlungsspielraum in der Causa Kühlwetter geben. Sollte Heidenheim möglicherweise erst zum Ende der Transferperiode ein wohl kaum auszuschlagendes Angebot in Millionenhöhe abgeben, hätte der FCK den adäquaten Ersatz bereits in den eigenen Reihen. Würde man dann erst nach einem Ersatz fahnden, dürfte es wahrscheinlich zu spät sein. Mit Timmy Thiele, Lucas Röser, Elias Huth und dem offensiv variablen Pick stehen Trainer Boris Schommers zwar weitere im Sturm einsetzbare Akteure zur Verfügung, keiner jedoch ähnelt dem körperlich robusten und durchsetzungsstarken Kühlwetter - Boyd schon.

Auch in der Defensive, respektive dem Zentrum ist die Arbeit von Sportdirektor Boris Notzon noch nicht abgeschlossen. Entscheidend ist hier die Planung mit Kapitän Carlo Sickinger. Plant Schommers den 23-Jährigen in der Innenverteidigung ein, wonach es derzeit aussieht, soll ein weiterer Akteur für das zentrale Mittelfeld geholt werden. Dort stehen mit Janik Bachmann, Hikmet Ciftci und Anas Bakhat derzeit nur drei Spieler im Kader. Soll der technisch versierte und spielstarke Sickinger hingegen öfter im Mittelfeld zum Zug kommen, dürfte ein weiterer Innenverteidiger die Mannschaft ergänzen.

Moritz Kreilinger

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