2. Bundesliga

Würzburger Kicker: Felix Magath weg, Torsten Ziegner übernimmt

Die Kickers stellen sich neu auf

Ziegner übernimmt in Würzburg - Magath-Aus beim FWK

Torsten Ziegner gibt künftig in Würzburg die Richtung vor.

Torsten Ziegner gibt künftig in Würzburg die Richtung vor. imago images

"Die Saison war sehr kompliziert, es tut weh, extrem weh. Wir werden das in aller Ruhe und Sachlichkeit analysieren. Es muss sich jeder hinterfragen", hatte Sport-Vorstand Sebastian Schuppan nach dem abschließenden 1:1 gegen den SC Paderborn via "Sky" erklärt, der Abstieg stand schon vorher fest. Und Schuppan ließ noch wissen: "Es wird auf jeden Fall ein neuer Cheftrainer kommen."

Der steht nach kicker-Informationen fest: Torsten Ziegner soll den Neuaufbau in der 3. Liga gestalten. Am Montagmittag bestätigten die Kickers die Personalie. Der 43-Jährige, der einen "längerfristigen Vertrag" erhält, kennt sich in der 3. Liga bestens aus, er zeichnete für den FSV Zwickau und zuletzt für den Hallenschen FC, den er bis Februar 2020 trainiert hat, verantwortlich.

"Wie auch wir als Verein, legt Torsten großes Augenmerk auf den Ein- und Aufbau von jungen, hungrigen Spielern", sagte Schuppan über den neuen Coach. "Ich stecke voller Energie, die Aufgabe ab sofort anzugehen", meinte Ziegner.

Ziegner folgt auf Ralf Santelli, dem vierten Coach in einer Saison nach Michael Schiele, Marco Antwerpen und Bernhard Trares. Santelli wird wie vereinbart ins Nachwuchsleistungszentrum zurückwechseln.

Ende der Zusammenarbeit mit Magath

Während Ziegner als Coach das sportliche Zepter übernehmen wird, ist die Zeit von Felix Magath beim FWK schon wieder vorbei. Der Fußballchef bei Sponsor Flyeralarm in der Sparte Global Soccer wird bei den Entscheidungsfindungen in Zukunft keine Rolle mehr spielen. In einem Statement hat Aufsichtsrat Thorsten Fischer das Ende der Zusammenarbeit mit Magath erklärt.

Der frühere Meister-Trainer des FC Bayern und des VfL Wolfsburg hatte seine Berater-Tätigkeit im Januar 2020 angetreten und in diesem Zuge angekündigt, sich erst wieder zu verabschieden, wenn "alle zufrieden" seien. Eineinhalb Jahre später fällt ein Aufstieg in Magaths Amtszeit - allerdings auch eine Menge Chaos mit drei Trainerwechseln und die direkte Rückkehr in die 3. Liga.

In der am Montagmorgen verschickten Mitteilung ließen Fischer und Magath wissen, dass nicht immer alles "exakt planbar" sei: "Unsere größten Vorhaben, die Förderung von jungen Talenten, der Ausbau unseres NLZ, die Beobachtung anderer Spiele und Spieler, konnten wir pandemiebedingt nicht umsetzen." So müsse man sich im Nachhinein eingestehen, vom Erfolg "überrollt" worden zu sein.

lei/nik

Dursuns Premiere: Alle Torschützenkönige der eingleisigen 2. Liga