DFB-Pokal

Gladbach: Zickler genießt die Chefrolle auf Zeit

Gladbach: Thuram sammelt erste Spielpraxis

Zickler genießt die Chefrolle auf Zeit

Alexander Zickler

Schlüpfte im Profibereich zum ersten Mal in die Rolle des Cheftrainers: Alexander Zickler. imago images

An der Seitenlinie ging es ruhiger zu als sonst. Im Gegensatz zu Marco Rose, der gerne die Nähe zum Spielfeld sucht und auch mal etwas emotionaler coacht, schaute sich Alexander Zickler die 90 Minuten weitestgehend im Sitzen von der Trainerbank aus an. Viel Eingreifen musste er auch nicht - alle Spieler gingen das erste Pflichtspiel extrem fokussiert an und lösten die Aufgabe ohne Probleme. "Die Jungs haben das super gemacht. Warum soll ich dann künstlich was machen und permanent an die Linie vorgehen?", sagte Zickler und lobte: "Die Mannschaft hat die inhaltlichen Vorgaben, die wir ihr mitgegeben haben, richtig gut umgesetzt. Sie hat den Ball und den Gegner laufen lassen. Die Jungs haben immer wieder gut kombiniert, den Tiefgang gesucht und wunderbare Tore erzielt."

Im Zusammenspiel mit seinen Co-Trainer-Kollegen René Maric und Frank Geideck schlüpfte Zickler im Profibereich zum ersten Mal in die Rolle des Cheftrainers. Diese Erfahrung gefiel ihm sichtlich. "Wir als Team haben es genossen - ich habe es genossen", berichtete Zickler, der schon seit drei Jahren im Team von Marco Rose mitarbeitet und auch schon bei RB Salzburg mit der Aufgabe als Offensivcoach betraut war. Ob er sich in Zukunft selbst mal als Chef sieht? "Natürlich macht man sich ab und zu Gedanken. Aber momentan fühle ich mich in dem Trainerteam sehr, sehr wohl. Ich bin der Meinung, dass ich immer noch dazulernen kann", erklärte Zickler. Irgendwann, "wenn die Zeit vielleicht reif ist", sei die Chefrolle einmal denkbar. "Momentan ist das nicht der Fall. Ich bin gut eingedeckt mit der Aufgabe bei Borussia. Es macht Spaß, unter Marco in diesem Team zu arbeiten. Und so lange es so ist, wird sich daran auch nichts ändern."

"Irgendwann wird Marcus wieder ganz der Alte sein"

Marcus Thuram

Feierte sein Comeback: Marcus Thuram. imago images

Zur gelungenen Premiere passte, dass Marcus Thuram gegen Oberneuland sein Comeback feierte. Es waren die ersten Minuten Wettkampfpraxis nach der Operation am Sprunggelenk im Juni. Den achten Treffer durch Florian Neuhaus bereitete der Franzose bei dem knapp halbstündigen Einsatz vor. "Jede Minute Spielpraxis tut ihm jetzt gut. Was im Spiel abgeht, kannst du im Training so nicht simulieren. Deshalb ist es wichtig, dass er Spielzeit bekommt und Rhythmus aufbaut", sagte Zickler. Nicht alles werde auf Knopfdruck zurückkommen, forderte er außerdem Geduld. Zickler: "Man muss ihm auch Fehler verzeihen. Nicht alles wird von Anfang an top sein können. Aber irgendwann wird Marcus wieder ganz der Alte sein."

Jan Lustig

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