Regionalliga

Regionalliga Nordost: ZFC Meuselwitz entlässt Coach Koray Gökkurt

Vizepräsident Pinder nun auch Interimscoach

ZFC Meuselwitz entlässt Coach Koray Gökkurt

Hatte erst zu Saisonbeginn bei Meuselwitz übernommen: Koray Gökkurt.

Hatte erst zu Saisonbeginn bei Meuselwitz übernommen: Koray Gökkurt. imago images

Die Verantwortlichen des ZFC Meuselwitz haben es sich nicht leicht gemacht. Am Montagabend beriet das Präsidium des kriselnden Regionalligisten fast vier Stunden. Mit dem Ergebnis, Trainer Koray Gökkurt von seinen Aufgaben zu entbinden. Telefonisch wurde dem 37 Jahre alten A-Lizenz-Inhaber die Entscheidung dann übermittelt.

Meuselwitz' Vizepräsident wird Nachfolger

"Nach acht sieglosen Spielen haben wir entschieden, die Reißleine zu ziehen", sagte Sportdirektor Frank Müller. Gleichzeitig wurde Vizepräsident Holm Pinder zum Nachfolger Gökkurts ernannt. "Wir haben zwar diverse Gespräche geführt, aber eine interne Lösung erschien uns als die sinnvollste, da wir kurzfristige Erfolge brauchen", erklärte Müller. Ex-Profi Pinder (92 Zweitliga-Spiele für den VfB Leipzig und den FSV Zwickau), der bereits von 2011 bis 2014 auf der Zipsendorfer Bank saß, soll zunächst bis Dezember die sportlichen Geschicke leiten. Danach werde entschieden, wie es weitergehen soll, so Müller. Daniel Rupf bleibt in seiner Position als Co-Trainer erhalten.

"Wenn wir nach vier, fünf weiteren Spielen noch in dieser Negativspirale stecken würden, hätte ich die Entlassung verstanden, aber so kam sie zu früh."

Koray Gökkurt

Für Gökkurt kam die Entscheidung "überraschend", wie er dem kicker sagte: "Ich bin enttäuscht, da ich gern für den ZFC gearbeitet habe." Er ist überzeugt davon, dass er die Kurve bekommen hätte: "Wenn wir nach vier, fünf weiteren Spielen noch in dieser Negativspirale stecken würden, hätte ich die Entlassung verstanden, aber so kam sie zu früh." Nach einem Umbruch mit zwölf neuen Spielern sei der bestmögliche Start in der Regionalliga gelungen. Und auch die Ziele, das Team zu verjüngen und attraktiveren Fußball zu spielen, wurden umgesetzt. "Ich übergebe eine intakte Mannschaft", betont Gökkurt, der erst zum Saisonbeginn bei Meuselwitz begonnen hatte.

Auch Yoga und Bier helfen letztendlich nicht

Zu wenig Engagement und Kreativität kann man Gökkurt definitiv nicht vorwerfen: Um die Köpfe der Mannschaft freizukriegen, organisierte der gebürtige Flensburger gemeinsame Teamabende und vermittelte den Spielern die indische Entspannungskunst Yoga. Die unglückliche 1:3-Niederlage gegen Babelsberg folgte nichtsdestotrotz. Unter Pinder soll nun am Sonntag gegen Fürstenwalde das Ruder herumgerissen werden.

kon/me

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