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Zeitumstellung: Achtung, Unfallgefahr!

Konzentrationsschwächen - Schwierige Sichtverhältnisse - Richtiger Umgang mit der Beleuchtung

Zeitumstellung: Achtung, Unfallgefahr!

Gefährliche Begegnung: Autofahrer und Fußgänger in der Dunkelheit.

Gefährliche Begegnung: Autofahrer und Fußgänger in der Dunkelheit. ampnet/UDV

Ausschlafen ist am Sonntag sowieso für die meisten angesagt. Das kommende Wochenende bietet aber noch eine zusätzliche Stunde in den Federn, denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, von Sommer- auf Winterzeit.

Biorhythmus schlägt Purzelbäume

Nicht alle Menschen kommen mit der Zeitumstellung aber problemlos klar. Bei manchen bringt sie den Biorhythmus gehörig durcheinander, zumindest einige Tage lang fühlen sie sich abgeschlagen, müde und konzentrationsschwach. Schon das lässt das Unfallrisiko steigen und bedeutet, dass Ende Oktober/Anfang November noch mehr gegenseitige Achtsamkeit und Rücksichtnahme angesagt ist.

Trübes Herbstwetter

Darüber hinaus sorgen schwierige Sichtverhältnisse für erhöhte Risiken im Straßenverkehr. Wenn sich die Berufspendler am Morgen auf den Weg machen, ist es zunächst zwar länger hell. Der Rückweg am Abend fällt dann aber in die Dunkelheit. Verschärft wird die Situation durch das jetzt häufig vorherrschende trübe Herbstwetter mit Nieselregen und Nebel, das noch zusätzlich schlechte Sichtverhältnisse mit sich bringt.

Die Schlagworte "Sehen und Gesehenwerden" erlangen dadurch besondere Relevanz. Der ADAC rät Autofahrern dazu, die Einstellung der Scheinwerfer am Pkw überprüfen zu lassen und die Fahrzeugscheiben beständig innen und außen zu reinigen. Auch die Wischerblätter verdienen einen Check, gegebenenfalls sollten sie ausgetauscht werden.

Selbst mit funktionstüchtiger Beleuchtung will aber richtig umgegangen sein. Wer kein Auto mit Tagfahrlicht fährt, sollte daran denken, tagsüber das Licht einzuschalten. Doch auch das Tagfahrlicht reicht an trüben Tagen nicht aus, da "es nur vorne, nicht jedoch hinten leuchtet", wie der Auto Club Europa (ACE) warnt. Bei schwierigen Sichtverhältnissen ist in jedem Fall das eigentliche Fahrlicht die bessere Option.

Nebelschlussleuchte: Nicht immer erlaubt

Wenn dicke Schwaden über die Straße wabern, schlägt die Stunde der Nebelscheinwerfer und der Nebelschlussleuchten. Während die Nebelscheinwerfer jederzeit bei Nebel, Schnee und Regen eingeschaltet werden dürfen, ist das Aktivieren der Nebelschlussleuchten nur bei Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt. Sobald sich die Sichtbedingungen bessern, müssen sie ausgeschaltet werden, damit der nachfolgende Verkehr nicht geblendet wird.

Nicht zu sehr verlassen sollte man sich auf die Lichtautomatik, mit der die meisten modernen Autos ausgestattet sind: Nebel wird von einer solchen Automatik nämlich nicht erkannt.

Noch gefährdeter als sonst sind in der dunklen Jahreszeit die schwächeren unter den Verkehrsteilnehmern, Fußgänger und Radfahrer mithin. Sie sollten jetzt möglichst helle Kleidung tragen, am besten mit Reflektoren.

Radler: Beleuchtung checken

Speziell Radlern ist ein Check der Beleuchtung am Bike anzuraten. Inzwischen gibt es besonders leuchtstarke LED-Scheinwerfer. Gerade bei High-End-Produkten mit 100 oder gar 150 Lux muss allerdings darauf geachtet werden, dass sie richtig am Fahrrad befestigt und optimal eingestellt sind. Ansonsten könnten sie entgegenkommende Fußgänger, Radler oder Autofahrer blenden. Ähnliches kann im Falle der zunehmend beliebten Helm- oder Stirnlampen passieren.

Wild unterwegs

Zurück zum Fahren in der Dämmerung: Dies ist die Tageszeit, zu der verstärkt Wildtiere unterwegs sind. Gerade wenn Wald- und Feldgebiete durchfahren werden, gilt es also besondere Vorsicht walten zu lassen, um einen Wildunfall zu vermeiden.

ule