2. Bundesliga

Zander wackelt, Medic fällt aus: St. Pauli rotiert gegen FCN

Spitzenreiter vor Verfolgerduell

Zander wackelt, Medic fällt aus: St. Pauli mit "ein bisschen Frische" nach Nürnberg

Mit der aktuellen Situation höchst zufrieden: Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli.

Mit der aktuellen Situation höchst zufrieden: Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli. imago images/MIS

Die Kiezkicker aus dem Hamburger Rotlichtviertel spielen bisher eine bockstarke Zweitligasaison und grüßen von der Tabellenspitze. Das gefällt natürlich auch St. Pauli-Trainer Timo Schultz: "Grundsätzlich fühlt sich das besser an, wenn man oben in der Tabelle steht, als unten." Entscheidend sei für ihn jedoch, dass "wir wissen, dass wir uns das erarbeitet haben - und dran bleiben müssen, damit die Situation noch möglichst lange so bleibt".

Nürnbergs Bollwerk um "überragenden" Mathenia knacken

"Dran bleiben" kann St. Pauli das nächste Mal am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (13.30 LIVE! bei kicker). Leicht wird dies laut Schultz aber nicht: "Nürnberg ist definitiv die stabilste Mannschaft in dieser Saison. Sie haben sich in meinen Augen gut gezielt verstärkt und spielen dementsprechend eine sehr stabile Runde." Taktische Flexibilität und klare Abläufe würden dazu beitragen. Nicht zuletzt liegt dies aber auch an der starken Defensive der Franken, die mit 12 Gegentoren mit Abstand die wenigsten Treffer der Liga hinnehmen musste: "Gerade in der Defensive spricht die geringe Anzahl an Gegentoren für sie", so Schultz.

Zu dieser zählt auch Torwart Christian Mathenia, der durch seine Leistungen bisher dreimal in der Elf des Tages stand. "Sicherlich ist auch Mathenia, der bis jetzt eine überragende Runde spielt und sicherlich zu den stärksten Torhütern der Liga gehört, ein großer Faktor bei den Nürnbergern", so der Hamburger Trainer, der in der eigenen Defensive auf Jakov Medic verzichten muss und auch Luca Zander noch nicht sicher einplanen kann. 

Systemwechsel möglich?

In der englischen Woche wolle man bei den Braun-Weißen aber sowieso "auf der ein oder anderen Position ein bisschen Frische reinbringen", so Schultz, der sich gegen einen taktisch ähnlich ausgerichteten Gegner unabhängig von seinen Ausfällen Wechsel offen halten will: "Sie spielen ein sehr ähnliches System, wir müssen schauen, wie wir darauf reagieren können." In die Karten schauen lässt sich der 44-Jährige dabei nicht. Letztendlich dürfte ihm aber auch egal sein, welche Namen auf dem Platz stehen - Hauptsache die aktuelle Situation bleibt noch möglichst lange so wie sie ist. 

kon

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