Bundesliga

Zakaria: Warum nicht öfter?

Mönchengladbach: Mal wertvoll, mal unbeständig

Zakaria: Warum nicht öfter?

Denis Zakaria

Ruft sein Talent zu selten ab: Gladbachs Denis Zakaria. imago

Der grandiose Angriff, gekrönt vom Ausgleichstor, hinterließ vor allem die Frage: Warum klappt das nicht öfter? Mit zwei tollen Aktionen hatten die Fohlen die Freiburger Defensive ausgehebelt und ein Tor quasi aus der Feinkostabteilung erzielt.

Ausgangspunkt war Denis Zakaria, der mit einem tollen Pass in die Tiefe Thorgan Hazard fand. Der Belgier zog Richtung Grundlinie und passte dann zurück, ideal für Alassane Plea, der für das 1:1 sorgte.

Ein herausragender Angriff, dem allerdings über weite Strecken nur halbherzig und mit viel weniger Tempo vorgetragene Angriffe der Gladbacher folgten. Sicherheit zogen die Borussen jedenfalls nicht aus dieser tollen Aktion, das Spiel plätscherte mehr oder weniger dahin, Torchancen arbeiteten sich die Fohlen kaum noch heraus.

Oft nur unauffällig

Und Zakaria? An guten Tagen scheint er mit seinen langen Beinen Bälle zu erobern, die gar nicht zu erobern sind. Und dank seiner Dynamik kann er mit seinen Läufen aus der Tiefe der ideale Verbindungspieler sein. Das zeigt er aber zu selten, spielt oft nur sehr unauffällig, und daher setzte Dieter Hecking über weite Strecken der Saison eher auf Florian Neuhaus als Partner von Jonas Hofmann auf der Acht.

In der Rückrunde war Zakaria vor allem auswärts gefragt, zuletzt in Mainz hatte er sogar zu den besseren Borussen gehört und sich damit seinen Startplatz gegen Freiburg verdient. Gleich in der Anfangsphase tauchte er dann auch ziemlich frei vor dem Tor der Gäste auf, schoss aber deutlich drüber.

Nominierung für die "Nati"

Immerhin, in Frankfurt traf der Schweizer zum wichtigen 1:1, an den Treffern in Mainz und Freiburg war er mit beteiligt. Dennoch bleibt es ein enger Zweikampf zwischen dem Schweizer und Florian Neuhaus, der womöglich in Düsseldorf wieder zum Zuge kommt, wo er im Aufstiegsjahr eine enorm wichtige Rolle bei der Fortuna gespielt hatte.

Natürlich gehört Zakaria aktuell auch zur Schweizer Reisegruppe. Gleich vier Borussen, nämlich neben Zakaria noch Yann Sommer, Michael Lang und Nico Elvedi, sind für die "Nati" nominiert worden für die beiden EM-Qualifikationsspiele am Samstag in Georgien und am Dienstag gegen Dänemark.

Oliver Bitter