Bundesliga

Zagadou vor Comeback: Berlin statt Köln

Innenverteidiger wird über die U 23 herangeführt

Zagadou vor Comeback: Berlin statt Köln

Spielt am Wochenende im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark: Dan-Axel Zagadou.

Spielt am Wochenende im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark: Dan-Axel Zagadou. Borussia Dortmund/Getty Images

Der Dortmunder Betriebsausflug nach Amsterdam in der vorigen Woche wird nicht als Highlight in die Historie der Borussia eingehen, die Profis hinterließen beim 0:4 gegen Ajax einen denkbar schlechten Eindruck. Immerhin einen positiven Aspekt hatte das Spiel aber, denn beim dritten Auftritt in der Champions-League-Gruppenphase stand Dan-Axel Zagadou erstmals wieder im Kader.

Es war der erste Auftritt des jungen Franzosen seit Mitte März und seiner Einwechslung im Bundesligaspiel gegen Hertha BSC. Seitdem fehlte der Innenverteidiger aufgrund einer schweren Knieverletzung und einer anschließenden Operation. Es war nicht der erste Ausfall in seiner Dortmunder Zeit. Seit seinem Wechsel 2017 aus der Jugend von Paris St. Germain musste der Franzose immer wieder länger zuschauen, sei es wegen Blessuren eben am Knie oder diverser Muskelverletzungen.

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So sehr Zagadou sein Potenzial als robuster, spielstarker Abwehrspieler immer wieder andeutete, immer wieder warfen ihn die Verletzungen zurück, eine verlässliche Konstante war der 22-Jährige bisher noch nicht. Nach inzwischen rund drei Wochen im Mannschaftstraining steht er nun vor dem nächsten Schritt, dem zurück auf den Rasen. Der Kaderplatz in Amsterdam war dabei eher eine Art Schnupperkurs für Kabine und Stadion-Atmosphäre. "Das ist jetzt noch kein richtiger Durchbruch bei ihm", hatte Trainer Marco Rose schon vor der Ajax-Partie betont, "aber es geht einfach mal darum, ihn dabeizuhaben".

Die Spielpraxis soll sich Zagadou nun in der U 23 holen, schon am kommenden Wochenende. Für den Franzosen heißt es also Berlin statt Köln, Soufian Benyamina als Gegenspieler statt Anthony Modeste. Denn mit der Dortmunder Zweitvertretung geht es am Samstag zu Viktoria Berlin während die Profis eineinhalb Stunden später (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) den 1. FC Köln empfangen.

Auf Sicht aber soll Zagadou den Kader der Bundesliga-Mannschaft ergänzen und damit dafür sorgen, dass Trainer Rose nach größeren Personalproblemen während der Vorbereitung in naher Zukunft wieder alle Optionen für die Innenverteidigung zur Verfügung stehen. Und für den Spieler geht es auch um seine persönliche Zukunft, sein Vertrag läuft im Sommer aus.

pak

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