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Zäher Start für Brixen-Sieger Flohé - Meul deutlich selbstbewusster

Sportklettern: Letzter Boulder-Weltcup in Innsbruck

Zäher Start für Brixen-Sieger Flohé - Meul deutlich selbstbewusster

Haarscharf ein frühes Aus verhindert: DAV-Boulderer Yannick Flohé.

Haarscharf ein frühes Aus verhindert: DAV-Boulderer Yannick Flohé.

Der 22-jährige Flohé hatte vor zwei Wochen in Südtirol nicht nur seine erste Goldmedaille im Weltcup eingefahren, sondern dort auch jede Wettkampfphase bis zum obersten Treppchen im Finale dominiert. Der Essener gewann die Qualifikation, das Halbfinale - und eben auch sein erstes Finale.

In Innsbruck dagegen ging es deutlich schleppender los. Der sechste und letzte Boulder-Weltcup in dieser Saison startete am Mittwoch mit der Qualifkation und Flohé rutschte gerade noch ins Halbfinale der besten 20 Athleten. Mit drei von fünf möglichen Tops und fünf Zonengriffen erreichte er als Letzter das Semifinale, das am Donnerstagnachmittag über die Bühne geht. Abends findet dann das Männerfinale statt. "Das war in diesem Jahr der schlechteste Auftritt von mir in einer Quali", sagte Flohé via Instagram, "aber immerhin bin ich eine Runde weiter."

Neben Flohé steht von den DAV-Athleten auch noch Alexander Megos im Halbfinale. Der 28-jährige Erlanger landete in der Qualifikation auf Rang 16 (vier Tops, fünf Zonen), die restlichen deutschen Sportkletterer mussten am Mittwoch die Segel streichen. Konkret war die Boulder-Weltcup-Saison für Max Kleesattel (25.), Christoph Schweiger (35.) und Elias Arrigada Krüger (63.) beendet.

Hannah Meul deutlich selbstbewusster - Ein Coup für Grossman?

Hannah Meul dagegen konnte nach ihrem Silber-Auftritt von Brixen den Schwung mitnehmen und erwischte beim Boulder-Wettbewerb der Frauen einen gelungenen Start. Platz drei mit fünf von fünf möglichen Tops lässt auf ein deutlich gewachsenes Selbstbewusstsein bei der 21-Jährigen aus Frechen schließen.

Mit ihrem souveränen Auftritt ließ Meul auch Natalia Grossman aus den USA knapp hinter sich. Die 21-Jährige hatte sich nach Janja Garnbrets Abschied vom Boulder-Weltcup in diesem Jahr nach ihrem Auftaktsieg in Meiringen als heimliche Dominatorin aufgeschwungen. Die vier folgenden Weltcups gewann Grossman, triumphiert sie auch in Innsbruck, würde sie haarscharf den Fabel-Rekord von Garnbret verpassen, die 2019 alle sechs Boulder-Weltcups gewinnen konnte.

Meul ist die einzige DAV-Athletin, die in Innsbruck unter den besten 20 Halbfinalistinnen steht. Leonie Lochner wurde 25., Afra Hönig 33. und Roxana Wienand 39.

Lead-Weltcup startet am Samstag - mit Garnbret

Das Halbfinale der Damen steigt am Freitagnachmittag, abends geht es im Finale um die Medaillen. Am Samstag und Sonntag beginnt dann für die Frauen und Männer der Weltcup im Lead-Klettern. Aus deutscher Sicht haben sich folgende Athleten registriert: Alexander Megos, Yannick Flohé, Sebastian Halenke und Philipp Martin sowie Hannah Meul, Martina Demmel, Käthe Atkins und Luisa Flohé.

Zudem wird im Lead dann auch wieder Olympiasiegerin Garnbret einsteigen, die seit Anfang April eine Wettkampfpause eingelegt hatte und in dieser Saison vornehmlich im Seilklettern um Titel kämpft.

Info: So wird beim Boulder-Weltcup gewertet

bst