18:58 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Fassnacht
Rechtsschuss
Vorbereitung Aebischer
Young Boys

19:14 - 19. Spielminute

Tor 2:0
Siebatcheu
Kopfball
Vorbereitung Aebischer
Young Boys

19:39 - 44. Spielminute

Tor 3:0
Elia
Rechtsschuss
Vorbereitung Lefort
Young Boys

19:56 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Tapsoba
für Amiri
Leverkusen

19:59 - 49. Spielminute

Tor 3:1
Schick
Kopfball
Vorbereitung Frimpong
Leverkusen

20:02 - 52. Spielminute

Tor 3:2
Schick
Kopfball
Vorbereitung Tah
Leverkusen

20:06 - 56. Spielminute

Gelbe Karte (Young Boys)
Lefort
Young Boys

20:07 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (Young Boys)
U. Garcia
für Moumi Ngamaleu
Young Boys

20:15 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Diaby
für Bailey
Leverkusen

20:18 - 68. Spielminute

Tor 3:3
Diaby
Linksschuss
Vorbereitung Wirtz
Leverkusen

20:24 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Young Boys)
Sulejmani
für Lefort
Young Boys

20:24 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Young Boys)
Mambimbi
für Elia
Young Boys

20:30 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Young Boys)
Gaudino
für Fassnacht
Young Boys

20:30 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Young Boys)
Rieder
für Lauper
Young Boys

20:36 - 86. Spielminute

Gelbe Karte (Leverkusen)
Sinkgraven
Leverkusen

20:39 - 89. Spielminute

Tor 4:3
Siebatcheu
Rechtsschuss
Vorbereitung Gaudino
Young Boys

YBB

B04

Europa League

Bayer Leverkusen zeigt zwei Gesichter und verliert bei den Young Boys

Werkself in der ersten Hälfte völlig von der Rolle

Leverkusens Monster-Aufholjagd bleibt letztlich unbelohnt

Schenkte Leverkusen Hoffnung: Doppelpacker Patrik Schick.

Schenkte Leverkusen Hoffnung: Doppelpacker Patrik Schick. getty images

Die Youngs Boys sind in der Schweizer Super League der Konkurrenz enteilt, stehen bereits mit 16 Punkten vor Verfolger Basel. Somit bestand eigentlich kein Anlass für personelle Anpassungen, doch der mit Mönchengladbach in Verbindung gebrachte Cheftrainer Gerardo Seoane musste gezwungenermaßen einmal wechseln, weil sein Top-Stürmer Nsame sich im alles entscheidenden Gruppenspiel gegen Cluj eine Rote Karte eingehandelt hatte. Für ihn startete Siebatcheu.

Leverkusens Trainer Peter Bosz ließ nach dem 2:2 gegen Kellerkind Mainz kaum einen Stein auf dem anderen, wechselte - auch im Sinne der Belastungssteuerung - auf insgesamt sieben Positionen. Unter anderem kam Lomb zwischen den Pfosten zu seinem erst vierten Pflichtspiel für die Werkself, weil Hradecky aufgrund einer Fersenverletzung passen musste. Außerdem feierten die beiden Winter-Neuzugänge Gray (Leicester City) und Frimpong (Celtic Glasgow) ihr Startelf-Debüt.

Spielnote

Nach einer starken ersten Hälfte von YB entwickelte die bis dahin einseitige Partie, an der nun auch Bayer aktiv teilnahm, ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik.

2
Tore und Karten

1:0 Fassnacht (3', Rechtsschuss, Aebischer)

2:0 Siebatcheu (19', Kopfball, Aebischer)

3:0 Elia (44', Rechtsschuss, Lefort)

3:1 Schick (49', Kopfball, Frimpong)

3:2 Schick (52', Kopfball, Tah)

3:3 Diaby (68', Linksschuss, Wirtz)

4:3 Siebatcheu (89', Rechtsschuss, Gaudino)

Young Boys Bern
Young Boys

von Ballmoos4,5 - S. Hefti3, Lustenberger5, Zesiger4,5, Lefort3,5 - Fassnacht3 , Aebischer3, Lauper4 , Moumi Ngamaleu5 - Elia2,5 , Siebatcheu2

Bayer 04 Leverkusen
Leverkusen

Lomb3,5 - Frimpong3, Tah5, Dragovic5, Sinkgraven3,5 - Demirbay5, Wirtz4, Amiri5,5 - Bailey5 , Schick2 , D. Gray4

Schiedsrichter-Team
Antonio Mateu Lahoz

Antonio Mateu Lahoz Spanien

2
Spielinfo

Stadion

Stadion Wankdorf

Mit dem in der nationalen Liga erarbeiteten Selbstbewusstsein starteten die Youngs Boys vom Anstoß weg mit einer gewaltigen Intensität. Es dauerte auch nur drei Minuten, ehe der Ball zum ersten Mal im Netz des strauchelnden Bundesligisten zappelte: Fassnacht verschaffte sich bei einer Ecke vor dem Tor gegen Amiri den nötigen Platz, um dann mit einem platzierten Volley den ersten Nackenschlag zu setzen.

Leverkusen völlig abgemeldet - 0:3 nach 45 Minuten

Die Werkself schien unter den ungewohnten Bedingungen auf dem Kunstrasen im Wankdorfstadion etwas Eingewöhnungszeit zu benötigen, doch die bekamen sie nicht. Der schweizerische Serienmeister lief weiterhin mit hoher Frequenz an, sorgte bei nahezu jeder Offensivaktion für brennende Gefahr und stellte in der 19. Minute bereits den Zwei-Tore-Abstand her. Konnte der stark zurückarbeitende Demirbay den aussichtsreichen Abschluss von Elia noch verhindern (18.), stimmte bei der darauffolgenden Ecke zum zweiten Mal die Zuordnung nicht - und Siebatcheu durfte freistehend einköpfen.

Europa League, Zwischenrunde, Hinspiele

Die Werkself war völlig von der Rolle: Offensiv lief so gut wie gar nichts zusammen, defensiv war Bayer primär mit dem Löschen beschäftigt. Von Souveränität keine Spur. Wenige Momente vor dem pünktlichen Halbzeitpfiff kam es dann noch dicker, weil Dragovic ein individueller Fehler unterlief. Elia war daraufhin allein auf weiter Flur, blieb im direkten Duell mit Lomb eiskalt und stellte den 3:0-Halbzeitstand für Bern her.

Beeindruckendes Werkself-Comeback - ohne Happy End

Die Chance auf ein Weiterkommen schien auf ein Minimum geschrumpft, doch mit einem personellen Wechsel (Tapsoba für Amiri), der damit einhergehenden taktischen Umstellung auf Dreierkette und Schick schlug Bayer 04 nach dem Wiederanpfiff heftig zurück. Der Leverkusener Stürmer verringerte den Rückstand binnen drei Minuten auf einen Treffer, drückte das Spielgerät zweimal per Kopf über die Linie (49./52.). Die Bosz-Elf blieb daraufhin am Drücker, erarbeitete sich über Bailey (56.) und Gray (67.) weitere hochkarätige Chancen und durfte in der 68. Minute schließlich den Ausgleich bejubeln: Der nicht einmal fünf Minuten zuvor eingewechselte Diaby hob den Ball über den herausgeilten von Ballmoos hinweg ins Tor zum 3:3.

So souverän und eindrucksvoll die Young Boys im ersten Durchgang auch aufgetreten waren, so leicht hatten sie diese Drei-Tore-Führung verspielt. Nach dem Ausgleich schaltete Leverkusen einen Gang zurück, und plötzlich meldeten sich die Gastgeber aus der Alpenrepublik wieder an, ohne zunächst jedoch wirklich zwingend zu werden - bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit. In der 89. Minute nämlich war Hradecky-Ersatz Lomb beim satten Distanzschuss von Ex-Bayern-Profi Gaudino gefordert, konnte beim Nachschuss von Siebatcheu aber nichts mehr ausrichten (89.). So ging die Werkself trotz einer 180-Grad-Wende nach dem Seitenwechsel als Verlierer vom Platz, hat durch die drei Auswärtstreffer dennoch eine vielversprechende Ausgangslage für das am 25. Februar (21 Uhr LIVE! bei kicker) anstehende Rückspiel.

Jetzt geht es für die beiden Mannschaften aber erst einmal in der heimischen Liga weiter: Der Schweizer Spitzenreiter Bern tritt am Sonntag (16 Uhr) gegen Servette Genf an, Leverkusen gastiert kurz zuvor (13.30 Uhr) in Augsburg.

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