Bundesliga

Amin Younes: "Mein Einsatz gegen Mainz ist nicht gefährdet"

Frankfurts Zehner laboriert an einer kleinen Schambeinentzündung

Younes: "Mein Einsatz gegen Mainz ist nicht gefährdet"

Eigentlich unverzichtbar: Amin Younes.

Eigentlich unverzichtbar: Amin Younes. imago images

Wegen Adduktorenproblemen musste Younes in den vergangenen Wochen immer mal wieder kürzertreten, zuletzt kam der Zehner viermal lediglich als Joker zum Einsatz. In einem Interview mit der "FAZ" sprach Younes nun erstmals über seine Verletzung und die Behandlung in Belgien. "Ich habe eine kleine Entzündung im Schambein, im Adduktorenbereich. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Belastungsreaktion. Ich hatte in Neapel ja wenig gespielt. Die Saison bei der Eintracht war anstrengend, bis jetzt bin ich aber recht gut durchgekommen", erklärt Younes.

Als er vor drei Jahren einen Achillessehnenriss erlitt, absolvierte er bei den Spezialisten in Belgien seine komplette Reha. "Es entstand ein großes Vertrauensverhältnis, sie kennen meinen Körper ganz genau. Der Kontakt blieb schon während meiner Zeit beim SSC Neapel bestehen. Dass ich mich für ein paar Tage wieder in Belgien aufhalte, spricht nicht gegen die Eintracht", betont der 27-Jährige und führt aus: "Hier wird sich ganz auf mich konzentriert, ich trainiere zweimal täglich und bekomme weitere Behandlungen. In Frankfurt muss die medizinische Abteilung 20 Profis behandeln, sie ist auch ohne mich sehr gut ausgelastet. Außerdem ist ein Tapetenwechsel während Corona auch mal schön."

Alles spricht für zwei Zehner und nur eine Spitze

Am Dienstag kehrte er nach Frankfurt zurück, um beim Start in die Trainingswoche am Mittwoch dabei zu sein. In den verbleibenden drei Spielen könnte der offensive Mittelfeldspieler zu einem entscheidenden Faktor werden. Mit seiner Technik, seinen Dribblings und kreativen Ideen, aber auch seinem großen Kämpferherz ist Younes eigentlich unverzichtbar. Im Grunde spricht alles dafür, gegen Mainz auf zwei Zehner (Younes, Daichi Kamada) und nur eine Spitze (André Silva) zu setzen - es sei denn, Younes hat in den kommenden Tagen noch immer Probleme. Stürmer Luka Jovic überzeugte zuletzt nicht, könnte zumindest aber als Joker wichtig werden.

"Mein Einsatz gegen Mainz ist aus meiner Sicht nicht gefährdet, ich hatte ja auch in den vergangenen Bundesligabegegnungen meine Kurzeinsätze, und es wäre auch länger gegangen", sagt Younes zuversichtlich. Er erläutert: "Es geht vor allem um Optimierung. Ich bin sehr, sehr ehrgeizig. Wenn ich Fußball spiele, dann will ich auf die beste Art und Weise spielen, so wie ich es gewohnt bin. So wie es jetzt ist, zwickt es, und es ist nervig. Deshalb versuchen wir es komplett wegzubekommen. In dieser Woche kehre ich ganz normal ins Mannschaftstraining zurück."

Julian Franzke