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Wütende Viola-Fans: Federico Chiesa ab sofort an der Seite von CR7

Deal besteht aus Leihe plus Boni plus möglicher Kaufverpflichtung

Wütende Viola-Fans: Chiesa ab sofort an der Seite von Cristiano Ronaldo

Hat so einige Viola-Fans mit seinem Abschied aus Florenz verärgert: Federico Chiesa ist zu Rivale Juventus gewechselt.

Hat so einige Viola-Fans mit seinem Abschied aus Florenz verärgert: Federico Chiesa ist zu Rivale Juventus gewechselt. imago images

Dass die Fanlager aus Florenz und aus Turin nicht gut aufeinander zu sprechen sind, dürfte dem ein oder anderen Serie-A-Freund bekannt sein. Nun hat dieser Wälzer voller Brüskierungen ein neues Kapitel: Denn am letzten Tag dieses verlängerten Sommertransferfensters hat sich Juventus den besten wie vielversprechensten Akteur der Viola gesichert - Federico Chiesa.

Der abschlusstarke Spieler kommt zunächst bis 30. Juni 2022 für eine Gesamtsumme von zehn Millionen Euro auf Leihbasis, ehe eine Kaufoption für weitere 40 Millionen Euro plus weitere Boni besteht. Daraus wird außerdem eine "Kaufverpflichtung", wenn folgende Parameter stimmen: Sobald es Juve unter die Top 4 der Serie A schafft, Chiesa mindestens 60 Prozent der Partien absolviert und dabei jeweils mindestens 30 Minuten spielt oder zehn Tore sowie zehn Assists beisteuert, muss der Profi komplett unter Vertrag genommen werden. In anderen Worten: Chiesa wird den Bianconeri mit hoher Wahrscheinlichkeit über 2022 hinaus treu bleiben.

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"Verräter" oder "Clown"

Und genau dieser Umstand sorgt für Ärger in Florenz. Mit dem heute 22-jährigen Offensivkünstler, der übers Zentrum oder die Flügel attackieren kann, haben sich die Fiorentina-Fans schließlich seit Jahren identifiziert. Chiesa, Sohn von Enrico Chiesa (u.a. Parma, ebenfalls Floranz, Lazio), ist bereits 2007 in die Jugendabteilung der Toskaner gekommen und nach seinem Sprung ins A-Team in den letzten Jahren zum absoluten Leistungsträger sowie zum Kapitän aufgestiegen. Sein jetziger Schritt - ausgerechnet zu Rivale Juve - hat deswegen viele AC-Anhänger vor den Kopf gestoßen: Einige von ihnen haben dessen Medizincheck in Turin am Montag sogar live vor Ort verfolgt und den italienischen Nationalspieler nach Verlassen des Gebäudes mit den unschönen Worten "Verräter" oder "Clown" lautstark beschimpft.

In Turin hatten die Bianconeri den Transfer indes von langer Hand geplant. Seit Monaten schon war Chiesa (137 Serie-A-Auftritte, 26 Tore, 23 Vorlagen, 19 Länderspiele für die Azzurri) mit Juve in Verbindung gebracht worden. Fiorentina-Besitzer Rocco Commisso hatte das selbst immer wieder angedeutet, einen Abgang allerdings nur bei "passendem Betrag" erlaubt - so wie nun geschehen beziehungsweise beschlossen.

Offensivpower mit CR7, Dybala, Chiesa

Neben der in den nächsten Jahren zu zahlenden Ablöse hat die Alte Dame jüngst auch Platz im Gehaltsbudget gemacht, um auch den Spieler Chiesa jährlich in mehrstelliger Millionenhöhe bezahlen zu können. So ist Rechtsverteidiger Mattia De Sciglio noch kurzerhand an Olympique Lyon verliehen worden, Douglas Costa an den FC Bayern.

Im aktuellen Turiner Team von Trainer Andrea Pirlo, das sich an diesem Sonntag einer skurrilen Show im eigenen Stadion ohne Gegner hingegeben hat (lesen Sie dazu auch einen Kommentar), agiert Chiesa künftig an der Seite von Stars wie Cristiano Ronaldo oder Paulo Dybala - und dürfte sich mit Spielern wie Alvaro Morata, Dejan Kulusevski sowie Federico Bernardeschi konkurrieren.

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