2. Bundesliga

Ex-HSV-Boss Wüstefeld: "Ein gutes Gefühl, dass alles aufgeklärt ist"

Ermittlungen gegen den Ex-HSV-Boss sind eingestellt - dem kicker liegen die Schreiben vor

Wüstefeld: "Ein gutes Gefühl, dass alles aufgeklärt ist"

Gute Nachrichten: Die Ermittlungsverfahren gegen Ex-HSV-Boss Thomas Wüstefeld wurden eingestellt.

Gute Nachrichten: Die Ermittlungsverfahren gegen Ex-HSV-Boss Thomas Wüstefeld wurden eingestellt. picture alliance/dpa

Bereits im November hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg unter dem Aktenzeichen 3322 Js 416/22 die Strafanzeige wegen Missbrauchs von Titeln abgeschmettert und von Ermittlungen abgesehen. Jetzt sind auch die Ermittlungsverfahren 3322 Js 366/22 wegen des Vorwurfs der Untreue und 3322 Js 404/22 wegen Betrug gegen seine Firma eingestellt. Wüstefeld sagt gegenüber dem kicker: "Ich bin sehr froh, dass alles aufgeklärt und eingestellt wurde. Es ist alles so gekommen, wie ich es bereits im Vorfeld gesagt habe."

Aber es ging auch darum, Schaden von meiner Familie und vom Verein abzuwenden.

Thomas Wüstefeld

Er sieht sich darin bestätigt, dass es richtig und wichtig war, sich im September aus allen Ämtern beim Zweitligisten zurückzuziehen. "Es ging zum einen darum, dass ich mich zurückziehe, um alles aufklären und alle Anschuldigungen aus dem Weg räumen zu können. Aber es ging auch darum, Schaden von meiner Familie und vom Verein abzuwenden. Es wurde nur noch über die Vorwürfe berichtet, meine Arbeit als Vorstand, etwa das Erzielen eines ausgeglichenen Haushalts im abgelaufenen Geschäftsjahr, ist komplett untergegangen." Gleichzeitig deutet er an, dass er vermutet, ohne seinen Vorstandsposten womöglich gar nicht ins Kreuzfeuer dieser Anschuldigungen geraten zu wären. "Ich bin sicher, dass die Dinge ohne meinen HSV-Job nicht aufgekommen wären."

In das erste Wiedersehen mit dem einstigen Vorstandskollegen Jonas Boldt und den früheren Aufsichtsratskollegen in der nächsten Woche geht er gelassen. "Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass alles aufgeklärt ist." Wüstefeld ist mit seiner Beteiligungsgesellschaft immer noch drittgrößter Anteilseigner, wird dann auch auf Klaus-Michael Kühne und dessen Vertreter treffen.

Wüstefeld: "Wir sind in einem konstruktiven Austausch"

In Verbindung mit der Kühne Holding standen kontroverse Themen bezüglich des Anteilskauf im Fokus, der Ex-Boss hat seiner Zeit der Kühne-Holding und dem damaligen Finanzvorstand Wettstein öffentlich vorgeworfen, dass nicht alle relevanten Informationen im Vorfeld bereitgestellt gestellt wurden. Inzwischen haben sich beide Parteien offenbar angenähert. Wüstefeld sagt: "Wir sind in einem konstruktiven Austausch." 

Sebastian Wolff

Die Winter-Neuzugänge der Zweitligisten