2. Bundesliga

Würzburger Kickers verzichten auf einen Einspruch

Falsche Corona-Testungen bleiben ohne Nachspiel

Würzburger Kickers verzichten auf einen Einspruch

Würzburgs Abwehrspieler Douglas war falsch getestet worden und konnte beim HSV nicht mitspielen.

Würzburgs Abwehrspieler Douglas war falsch getestet worden und konnte beim HSV nicht mitspielen. imago images

Die Vorbereitung der Würzburger Kickers auf die Partie beim Hamburger SV (1:3) war erheblich gestört worden. Der Verein hatte am Samstagmorgen drei Corona-Fälle gemeldet. Am frühen Abend folgte dann aber die Entwarnung. Wie die Kickers mitteilten, soll es sich um "falsch positive" Ergebnisse gehandelt haben.

Am Vormittag hatte der Verein vermeldet, dass Abwehrspieler Douglas sowie die beiden Co-Trainer Kurtulus Öztürk und Philipp Eckart positiv auf COVID-19 getestet worden waren.

Spielersteckbrief Douglas
Douglas

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Trainersteckbrief Antwerpen
Antwerpen

Antwerpen Marco

2. Bundesliga - 5. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV Hamburger SV
15
2
Holstein Kiel Holstein Kiel
10
3
Hannover 96 Hannover 96
9

Vor allem im Falle von Douglas ist das besonders bitter, denn der Klub hatte aufgrund der Falschinformation beim HSV auf den Abwehrmann verzichtet - Öztürk und Eckart wurden zudem in häusliche Quarantäne geschickt.

Sauer: "Ein Einspruch würde nicht der DNA unseres Vereins entsprechen"

"Auch wenn die Vorbereitung durch die in der Nacht erhaltenen falschen Corona-Testungen sowie die Schnelltests am Spieltag für uns auf die Begegnung gegen den HSV alles andere als Bundesliga-like war, unser Defensivmann Douglas nicht spielen durfte sowie unsere beiden Co-Trainer Kurtulus Öztürk und Philipp Eckart nicht am Spieltag mitwirken konnten, hat sich der Verein dazu entschieden - auch im Sinne des gesamten Profi-Fußballs - auf einen Einspruch zu verzichten", vermeldete der FWK am heutigen Montag. "Vor allem in der jetzigen Situation, nicht nur in unserem Land, würde ein Einspruch bzw. eine Klage nicht unseren Werten und der DNA unseres Vereins entsprechen", so Würzburgs Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer, der jedoch festhalten möchte: "Nichtsdestotrotz, und hier vertrauen wir voll und ganz den Experten der DFL, wünschen wir uns eine vollumfängliche und lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, um auch in Zukunft für den gesamten deutschen Profi-Fußball solche Ereignisse zu vermeiden und damit der Umgang dann entsprechend klar geregelt ist!"

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