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Wolfsburgs Pokalbilanz: Eine Serie, die "extremes Vertrauen" gibt

Letzte Niederlage vor über zehn Jahren

Wolfsburgs Pokalbilanz: Eine Serie, die "extremes Vertrauen" gibt

Tommy Stroot will mit dem VfL Wolfsburg ins Pokal-Halbfinale.

Tommy Stroot will mit dem VfL Wolfsburg ins Pokal-Halbfinale. Getty Images for DFB

Neunmal in Folge hat der VfL Wolfsburg den DFB-Pokal gewonnen. Die letzte Niederlage im Pokal-Wettbewerb datiert vom 13. November 2013 gegen den 1. FFC Frankfurt. "Diese Serie gibt uns ein extremes Vertrauen. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir das wir in jeder Pokalrunde zum großen Thema machen", erzählt VfL-Trainer Tommy Stroot. "Wir wissen, dass wir diese Serie immer wieder aufs Neue bestätigen müssen und das ist alles andere als selbstverständlich." Aber das Ziel ist trotzdem klar: Das Pokal-Finale im Kölner Rheine Energie Stadion am 9. Mai.

Am Dienstag (19.30 Uhr) tritt der VfL im Viertelfinale bei der TSG Hoffenheim an. TSG-Trainer Stephan Lerch arbeitete von 2017 bis 2021 als Cheftrainer in Wolfsburg und gewann in dieser Zeit viermal den Pokal. Stroot gewann zweimal das Finale in Köln: 2022 und 2023. Er sagt: "Wir wissen, wo wir hinwollen und wie wir uns durchsetzen wollen. Und wir wissen, dass wir gegen Hoffenheim die Möglichkeit dazu haben, ins Halbfinale einzuziehen, den nächsten Stepp zu gehen und die Serie auszubauen." Hoffenheim agiert mir "sehr Ballbesitz und vielen Positionswechseln", berichtet Stroot. "Dies gilt auch zu kontrollieren. Wir wissen aber, dass wir in der Lage sind, trotzdem auch unsere Dominanz auf den Platz zu bekommen."

Das Bundesliga-Duell als Warnung

Gewarnt ist der VfL in jedem Fall: Am 22. Oktober standen die Wolfsburgerinnen im Bundesliga-Spiel gegen die TSG am Rande einer Niederlage. Hoffenheim lag im AOK Stadion zur Halbzeit mit 2:0 in Führung. Innenverteidigerin Dominique Janssen per Foulelfmeter (55.) sowie Kapitänin Alexandra Popp in der 89. Minute retteten noch einen Zähler für die Gastgeberinnen und aktuellen Bundesliga-Zweiten.

Personell sind die Voraussetzungen für den VfL Wolfsburg gut, um ins Halbfinale einzuziehen: Alle Nationalspielerinnen sind gesund und fit von den Nations-League-Spielen in Frankreich und den Niederlanden nach Wolfsburg zurückgekehrt und haben am Samstag erstmals wieder gemeinsam trainiert. Ausfallen wird noch Lena Lattwein. Die Nationalspielerin musste sich einer Knie-Operation unterziehen. Wann die 23-Jährige wieder einsatzfähig sein wird, ist laut Stroot "echt schwer schwer einschätzen". Möglicherweise kann die Mittelfeldspielerin zum Top-Spiel gegen Bayern München am 23. März in den VfL-Kader zurückkehren. Im ungünstigen Fall ist auch eine längere Zwangspause möglich.

Gunnar Meggers