Bundesliga

Wolfsburg: Was jetzt für Jörg Schmadtke spricht - Thema Horst Heldt abgeschlossen, das Problem bei Fredi Bobic

Thema Heldt abgeschlossen, das Problem bei Bobic

Wolfsburg: Was jetzt für Schmadtke spricht

Jörg Schmadtke

Thema beim VfL Wolfsburg? Jörg Schmadtke. imago

Horst Heldt war der erklärte Wunschkandidat des Wolfsburger Aufsichtsrats, als er sich Anfang Februar dieses Jahres auf die Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport begab. Die Gespräche mit dem Manager aus Hannover verliefen positiv, der Deal jedoch scheiterte an den finalen Ablöseverhandlungen zwischen dem VfL und 96-Klubboss Martin Kind .

An der Endgültigkeit dieser Entscheidung rütteln nun auch die Wolfsburger nicht mehr, also müssen sie sich umorientieren. Fredi Bobic stieg schon in den vergangenen Monaten zu einem Alternativkandidaten auf, jedoch drohen bei dem Sportvorstand von Eintracht Frankfurt ähnlich zähe Verhandlungen wie in der Causa Heldt. Es könnte ein zu großes Risiko für den VfL sein, am Ende wieder als Verlierer dazustehen.

"Jörg Schmadtke ist hochangesehen"

Als naheliegende Lösung bietet sich Jörg Schmadtke an. Schon am 14. Februar, als das Interesse an Horst Heldt enthüllt wurde, berichtete der kicker parallel: "Auch Jörg Schmadtke (...) ist hochangesehen." Daran hat sich in Wolfsburg nichts verändert, wenngleich es im Aufsichtsrat seinerzeit nicht nur Befürworter gegeben hatte. Die angeblichen Sorgen: Schmadtke sei zu schroff, zu schnoddrig. Allerdings haben viele rund um den VfL mittlerweile eingesehen: Mit dem internen Kuschelkurs ist der Klub nicht vorangekommen.

Und so gibt es viele Punkte, die aktuell für Schmadtke als künftigen Wolfsburger Geschäftsführer sprechen. Sowohl Aachen als auch Hannover und Köln führte der 54-jährige Ex-Torwart mit im Vergleich zum VfL weitaus geringeren finanziellen Mitteln ins internationale Geschäft. Für Wolfsburg würde es aktuell freilich genügen, überhaupt mal wieder festen Boden unter die Füße und Fußballfachkenntnis in den Klub zu bekommen. Und: 2013/2014 übernahm der gebürtige Düsseldorfer den 1. FC Köln in der 2. Liga - und führte ihn in der vergangenen Saison bis in die Europa League. Ein Neustart im Unterhaus droht aktuell auch dem stark abstiegsbedrohten VfL.

Führen alle Wege zu Schmadtke? Bei einem sofortigen Einstieg müsste dieser Teile seiner nach der im Oktober in Köln vollzogenen Trennung kassierten Abfindung zurückzahlen. In der Domstadt kam es zum Bruch mit den Verantwortlichen, mit dem FC müssten der Manager und/oder der VfL also verhandeln. Gelänge keine Einigung, wäre Schmadtke ab dem 1. Juli frei für neue Aufgaben.

Thomas Hiete

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