Junioren

Wolfsburg und Hansa haben das Finale im Blick

DM A-Junioren, Halbfinalhinspiele

Wolfsburg und Hansa haben das Finale im Blick

Eiskalt: Rostocks Nils Quaschner erzielte einen späten Doppelpack und wurde entsprechend gefeiert.

Eiskalt: Rostocks Nils Quaschner erzielte einen späten Doppelpack und wurde entsprechend gefeiert. Getty Images

Am frühen Donnerstagabend empfingen zunächst im Halbfinalhinspiel der deutschen U19-Meisterschaft die Münchner Bayern zunächst den FC Hansa Rostock. Für dieses Spiel wichen die Münchner extra in die Allianz-Arena, normalerweise Spielstätte der Profis, aus und durften über 5000 Zuschauer bei freiem Eintritt begrüßen. Beide Mannschaften begannen verhalten und waren auf defensive Ordnung bedacht. Die Hausherren nahmen das Spiel in die Hand und versuchten sich Chancen zu erspielen, doch zwingende Möglichkeiten sprangen dabei nicht heraus. Hansa lauerte aus sicherer Abwehr heraus auf Konter. Ein solcher hätte dann beinahe zur Führung gereicht, doch Quaschner scheiterte an Zingerle (41.). Fast mit dem Pausenpfiff dann die dickste Chance für die Gastgeber: Markoutz zog aus wenigen Metern ab, doch Künnemann parierte (44.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte drängten die Bayern auf die Führung, Green kam einige Male zum Abschluss, allerdings zielte er entweder daneben oder fand in Künnemann seinen Meister. Dies sollte sich rächen, die Rostocker nutzten ihre erste echte Möglichkeit zur Führung: Quaschner jagte Bayern-Verteidiger Hager den Ball ab, tauchte dadurch frei vor Zingerle auf und ließ diesem im direkten Duell keine Chance (80.). Die Bayern erholten sich von diesem Rückstand nicht mehr, stattdessen erhöhten die Hanseaten auf 2:0: Quaschner zog aus halbrechter Position ab und versenkte das Leder im Münchner Kasten (90.+2). Die Hausherren konnten aus ihrer optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen und mussten sich den im Abschluss eiskalten Gästen mit 2:0 geschlagen geben - eine denkbar schwere Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Montag 17. Juni (19 Uhr) in Rostock.

Avdijaj ist gleich zur Stelle

Albion Avdijaj

Feierlaune: Albion Avdijaj erzielte die frühe Führung für Wolfsburg. imago

Die Junioren des VfL Wolfsburg haben sich dank eines 2:0-Hinspiel-Erfolgs gegen den FC Schalke 04 eine gute Ausgangsposition geschaffen, um sich für die Halbfinal-Niederlage 2012 zu revanchieren. Die Niedersachsen erwischten einen perfekten Start ins Spiel und gingen durch Albion Avdijajs Schuss ins Torwarteck früh in Führung (7.). In der Folge fand sich S04 gegen die frech nach vorne spielenden Wolfsburger, die weitere Chancen liegenließen, nur langsam in die Partie. Erst nach einer halben Stunden erspielten sich die "Königsblauen" immer mehr Feldvorteile und hatten fortan auch mehr Ballbesitz.

Auch nach der Pause hatte S04 weiter mehr Spielanteile, doch der VfL blieb bei seinen Vorstößen stets gefährlich. Glück hatte die Elf von Trainer Dirk Kunert allerdings in der 68. Minute, als der Schalker Harder mit einem strammen Schuss an der Querlatte scheiterte. Kurz darauf gelang jedoch Arnold mit einem Distanzschuss das 2:0. Keeper Leifhelm sah dabei, wie schon beim Wolfsburger Führungstor, nicht gut aus. Auf der Gegenseite zeigten sich die Gelsenkirchener dagegen weniger effektiv und müssen nun ganz auf das Rückspiel am kommenden Dienstag (20.15 Uhr) hoffen. "Wichtig war, dass wir zu Null gespielt und zwei Tore vorgelegt haben. Jetzt muss S04 drei Treffer markieren, um uns zu schlagen. Wir haben gut angefangen und Präsenz gezeigt. Allerdings haben wir später die Gäste durch eigene Fehler stärker gemacht. Dennoch sprachen die Chancenvorteile heute klar für uns. Aber noch ist nichts gewonnen. Es ist eine gute Ausgangslage", sagte VfL-Coach Dirk Kunert.