Auto

Wohnmobil: Übernachten trotz Ausgangssperre?

ADAC: Bewusste Zwischenübernachtung vermeiden - Notfallausnahme denkbar

Wohnmobil: Übernachten trotz Ausgangssperre?

Heikle Sache: Das Reisemobil als Nachtquartier während einer coronabedingten Ausgangssperre.

Heikle Sache: Das Reisemobil als Nachtquartier während einer coronabedingten Ausgangssperre. ampnet/Daimler

Nach wie vor gibt es deutsche Landkreise, in denen die Corona-Inzidenz über 100 liegt und infolgedessen die Bundesnotbremse einschließlich einer nächtlichen Ausgangssperre greift. Gerade unter Reisemobilisten wird seit Monaten darüber diskutiert, ob es diese Ausgangssperre zulässt, im Campingbus, Wohnmobil oder Caravan auf einem Parkplatz oder am Straßenrand zu übernachten - einfach, weil man es nicht rechtzeitig bis zum Zielort geschafft hat.

Bußgeld droht

Ein schwieriges Problem, das gerichtlich bislang noch nicht entschieden worden ist. Letztlich kann es darauf ankommen, ob man im Falle einer Kontrolle an verständnisvoll gesonnene Ordnungshüter gerät oder an weniger mild gestimmte, die dann ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die nächtliche Ausgangssperre initiieren. Vorsichtshalber, so raten Juristen des ADAC, sollten Reisende deshalb "eine bewusste Zwischenübernachtung vermeiden und ihre Fahrt so planen, dass sie nicht in den Zeitraum der nächtlichen Ausgangssperre fällt".

Kein "campingmäßiges Leben"

Eigentlich ist das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen - übrigens auch für Pkw-Fahrer - erlaubt. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht darin eine Notfallausnahme, die der Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit dient. Voraussetzung: Die Pause darf nicht länger als zehn Stunden dauern - und "campingmäßiges Leben" mit ausgefahrener Markise und Campingmobiliar vor dem Fahrzeug muss man bleiben lassen.

ule