Bundesliga

Wo Kölns Coach Steffen Baumgart sich bestätigt sehen kann

Köln: Hector am Dienstag noch nicht im Training

Wo Baumgart sich bestätigt sehen kann

Dejan Ljubicic (2. v. li) und Ondrej Duda (vo.): Zwei von vier Kölner Derby-Torschützen.

Dejan Ljubicic (2. v. li) und Ondrej Duda (vo.): Zwei von vier Kölner Derby-Torschützen. imago images/Moritz Müller

Dejan Ljubicic beschenkt sich in diesen Wochen vor Weihnachten kräftig selbst. Zunächst mit dem Debüttreffer für Österreich beim 4:1 gegen Moldawien, nun am vergangenen Samstag das Tor für den 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach. Für den FC folgten anschließend Treffer von Mark Uth, Ondrej Duda und Sebastian Andersson und am Ende stand nicht nur der 4:1-Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach, sondern die Gewissheit: der FC kann auch dann treffen, wenn Anthony Modeste leer ausgeht oder nicht auf dem Platz steht.

Das Motto: Schnurstracks in den gegnerischen Strafraum

Fast die Hälfte aller Tore hatte der Franzose bis zum vergangenen Samstag für die "Geißböcke" erzielt, die in einigen Spielen dieser Saison den Eindruck erweckten, eine Menge zu können - nur Tore nicht. Trainer Steffen Baumgart war im Gegensatz dazu klar, dass "sich die Jungs irgendwann belohnen" und er beschwor sie, nicht abzukommen vom Weg, der immer schnurstracks und geradeaus Richtung gegnerischem Strafraum führt. So fielen die Treffer im Derby zwar auch, aber eben nicht nur wegen der groben Schnitzer von Florian Neuhaus und Nico Elvedi, die Mark Uth und Ondrej Duda die Kugel jeweils maßgerecht servierten. Das 1:0 erzielte Ljubicic nach einem tausendmal trainierten Standardangriff über links, das 4:1 durch Andersson bereitete Einwechselspieler Louis Schaub per maßgerechter Flanke vor.

Auch dieser Spielzug wurde wieder und wieder geübt, zufällig fielen diese Treffer beileibe nicht. Eher war es ein Zufall, dass sie in den Spielen vorher nicht fielen. Und dies gilt schließlich auch für die Tore zum 2:1 und 3:1. Zwar profitierten die Schützen von den Fehlern der Gladbacher. Doch diese Fehler hatten auch mit dem Stress zu tun, unter den die Kölner ihre Gegner setzen. Wichtig sei es gewesen, nach dem Ausgleich der Gäste "weiter vorne zu attackieren", lobte der Trainer nach der Partie, wohl wissend, dass Fehlpässe und Querschläger mit jedem Meter näher zum gegnerischen Tor mehr Möglichkeiten für einen eigenen Abschluss offenbaren. Der Erfolg gibt den Kölnern recht und der Trainer sieht sich bestätigt. Auch andere Spieler können Spiele entscheiden, eine Abhängigkeit von Modeste ist nicht gegeben. Was nicht bedeutet, dass der Routinier nicht auch in den kommenden Spielen treffen darf.

Hector steht auf der Kippe

Noch unsicher ist der Einsatz von Kapitän Jonas Hector am kommenden Samstag auf der Bielefelder Alm. Der Linksverteidiger hatte am Samstag nach einer starken Leistung nach 51 Minuten die Segel streichen müssen, eine Vorsichtsmaßnahme - ein Muskel am Oberschenkel hatte zugemacht. Das Training am Dienstag verpasste der Ex-Nationalspieler, noch drei Einheiten stehen bis zum Samstag auf dem Programm.

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