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WM 2026: So könnte das Teilnehmerfeld aussehen

Szenario einer WM mit 48 Teams

WM 2026: So könnte das Teilnehmerfeld aussehen

Der WM-Pokal - einige Nationen werden ihm 2026 so nah sein wie noch nie.

Der WM-Pokal - einige Nationen werden ihm 2026 so nah sein wie noch nie. picture alliance

Am Dienstag hat die FIFA die WM mit 48 Mannschaften verabschiedet , nicht aber, wie die zusätzlichen 16 Startplätze verteilt werden. "Wir haben beschlossen, dass das sehr bald untersucht wird", sagte FIFA-Boss Gianni Infantino. Als sicher gilt, dass vor allem die afrikanischen und asiatischen Konföderationen profitieren werden.

Derzeit, da die WM noch mit 32 Teams ausgetragen wird, erhält Europa 13 Startplätze, Afrika fünf, Asien und Südamerika je 4,5, Nord-/Mittelamerika 3,5 und Ozeanien 0,5. Dazu kommt ein Platz für den Gastgeber. Spekuliert wird, dass bei einem 48er-Feld alle Verbände profitieren würden, aber nicht gleichermaßen. Ein Modell, das als wahrscheinlich gilt: Europa erhält ab 2026 16 Plätze, Afrika neun, Asien 8,5, Nord-/Mittelamerika 6,5, Südamerika sechs und Ozeanien einen. Dazu kommt der Gastgeber, möglicherweise die USA .

Bhutan gegen Vanuatu in der Gruppe P? Eher nicht

Wie würde das Teilnehmerfeld dann aussehen? Bundestrainer Joachim Löw und viele andere befürchten eine weitere Verwässerung der Qualität, bei Twitter kursieren scherzhaft schon bizarre Szenarien ("Mit einem 0:0 gegen Bhutan hat Vanuatu in der WM-Vorrundengruppe P seine Chance auf den Einzug in die Runde der letzten 32 gewahrt"). Doch käme es wirklich so schlimm?

Legt man die aktuelle Weltrangliste zugrunde und dazu das obige Verteilungsmodell der 48 Startplätze, wären das die Teilnehmerländer der WM 2026:

Europa (16 Teams): Deutschland, Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Schweiz, Wales, England, Kroatien, Polen, Italien, Island, Niederlande, Türkei, Slowakei, Ungarn

Afrika (9 Teams): Senegal, Elfenbeinküste, Tunesien, Ägypten, Algerien, DR Kongo, Burkina Faso, Nigeria, Ghana

Asien (8,5 Teams): Iran, Südkorea, Japan, Australien, Saudi-Arabien, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, China, (Katar)

Nord-/Mittelamerika (6,5 Teams): Costa Rica, Mexiko, USA, Panama, Haiti, Honduras, Curacao, (Jamaika)

Südamerika (6 Teams): Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Uruguay, Peru

Ozeanien (1 Team): Neuseeland

Dies ist natürlich zum jetzigen Zeitpunkt noch höchstspekulativ, deutet aber zumindest die Dimension der FIFA-Entscheidung etwas an - nicht wenige Teams dürfen mehr denn je von ihrer WM-Premiere träumen.

Die FIFA muss wohl auch die WM-Qualifikation reformieren

Und es zeigt: Die FIFA wird wohl nicht umhinkommen, auch die WM-Qualifikation für 2026 zu reformieren. Der südamerikanische Verband beispielsweise hat nur zehn Landesverbände, von denen dann womöglich gerade einmal vier nicht qualifiziert wären. Ein ähnliches Bild ergibt sich in Nord-/Mittelamerika. So verwundert es nicht, dass Laureano Gonzalez, Vizepräsident von Südamerikas Kontinentalverband CONMEBOL, bereits von FIFA-Überlegungen berichtete, die Qualifikation von Süd-, Mittel- und Nordamerika vor der WM 2026 zusammenzulegen.

jpe

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