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Wird Wunderkind Anders Vejrgang in der VBL spielen?

Pressekonferenz gibt Auskunft

Wird Wunderkind Anders Vejrgang in der VBL spielen?

Hummeln in den Fingern: Wunderkind Anders Vejrgang will endlich professionell spielen.

Hummeln in den Fingern: Wunderkind Anders Vejrgang will endlich professionell spielen. RBLZ Gaming

536:0, das war seine bisher am längsten anhaltende Serie aus ungeschlagenen Matches in FIFA 21. Und nicht nur der 15-jährige Däne Anders Vejrgang selbst fragte sich, warum einer der besten Spieler weltweit nicht kompetitiv antreten darf. Fans und eSportler gleichermaßen forderten: lasst Anders endlich spielen!

Doch in den Regularien für den Profibereich blieb EA strickt. Antreten darf, wer das 16. Lebensjahr erreicht hat. Im Gegensatz zu anderen eSportlern, die wie Fortnite Weltmeister 2019, Thiago 'King' Lapp, bereits mit 13 Jahren einen der Höhepunkte ihrer sportlichen Karriere erreichten, musste sich Anders stets in Geduld üben.

Regelwerk macht den Weg frei

Ihm blieben inoffizielle Amateurturniere, wie der Blacky- oder Eligella Cup, um sein Talent außerhalb der Weekend League unter Beweis stellen zu können. Die lange Wartezeit dürfte jedoch schon bald vorbei sein.

Am 26. Januar 2022 wird der bei RBLZ Gaming unter Vertrag stehende Anders Vejrgang 16 Jahre alt. Genau für diesen Fakt hält das Regelwerk eine erfreuliche Nachricht für all diejenigen bereit, die das FIFA-Wunderkind endlich im professionellen Umfeld spielen sehen wollen: Denn ein Spieler, der im Laufe der gestarteten VBL Saison das 16. Lebensjahr erreicht, darf mit 15 Jahren gemeldet werden.

Dieser ist jedoch erst spielberechtigt, sobald er das 16. Lebensjahr erreicht hat. So wurde es auf der Pressekonferenz zum Start der bevestor Virtual Bundesliga Club Championship noch einmal bestätigt.

Hindernisse überwinden

Auch wenn das Regelwerk in diesem Punkt eindeutig ist, gilt es weitere Hürden zu überwinden, die der Deutsche Meister und RBLZ Teamkollege von Vejrgang, Umut Gültekin, ebenfalls in der Pressekonferenz zu bedenken gibt.

Vejrgang, der in Dänemark wohnt und dort noch zur Schule geht, müsste für Spiele der VBL zu jedem Spieltag anreisen, da diese aus Deutschland gespielt werden müssen. "Deswegen gehen wir eher davon aus, dass er nicht so viele Spiele am Anfang machen wird. […] Auf jeden Fall bin ich mir eigentlich relativ sicher, dass er auch spielen wird", so Gültekin.

Nicht nur Anders Vejrgang kann sich also auf einen baldigen Start seiner offiziellen kompetitiven Laufbahn freuen, auch die Virtual Bundesliga wird vom Dänen und seiner Präsenz profitieren, wie Gültekin weiter ausführt: "Ich glaube, dass tut der VBL auch ganz gut, weil er halt eine sehr starke Reichweite mitbringt und jeder einfach Anders spielen sehen will."

Ob er seine beeindruckenden Serien unter steigendem Druck und verstärkter Beobachtung der Öffentlichkeit fortsetzen kann und alles wegbolzt, was ihm vor dem Controller kommt, das bleibt abzuwarten. Einen Zuschauermagneten und faszinierenden Spieler gewinnt die VBL mit Anders Vejrgang schon jetzt.

Benja Hiller

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