Bundesliga

Wird de Ligt der nächste Transfercoup der Bayern?

Niederländer will Juventus verlassen

Wird de Ligt der nächste Transfercoup der Bayern?

Hat er den FC Bayern im Kopf? Juve-Profi Matthijs de Ligt.

Hat er den FC Bayern im Kopf? Juve-Profi Matthijs de Ligt. IMAGO/Pro Shots

Am Montag meldete "Sky", dass Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin über einen Wechsel von de Ligt bereits laufen würden. In der Tat befinden sich die Münchner auf der Suche nach einem Führungsspieler in der Abwehr, der seit dem Abgang von David Alaba zu Real Madrid schmerzlich vermisst wird. De Ligt wäre genau das - eine bereits auf Top-Niveau etablierte Leitfigur in der Abwehr.

Der kicker weiß, dass es von Spielerseite Interesse an einem Transfer zum FC Bayern gibt - und dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht. Die Bayern hatten schon vor Jahren ein Auge auf den niederländischen Nationalverteidiger geworfen, 2019 wechselte der zuvor seit 2009 bei Ajax Amsterdam ausgebildete Defensivspieler allerdings für die stattliche Summe von 75 Millionen Euro nach Italien zu Juventus und unterschrieb dort bis 2024. Bei der Alten Dame entwickelte sich de Ligt auf Anhieb zum Stammspieler (117 Pflichtspiele) - und lernte dabei auch von Italiens Abwehr-Größen Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini.

Dennoch will de Ligt nun weg - und die Turiner zeigen sich gewillt, ihn auch ziehen zu lassen. Allerdings nicht umsonst. "Heutzutage ist es schwer, einen Spieler zu halten, der gehen will", sagte Sportdirektor Maurizio Arrivabene unlängst zu dem Thema, bestätigte damit de Ligts Abschiedswunsch aus Turin und fügte an: "Wer das Geld hat, der gewinnt."

Der FC Chelsea signalisierte diesbezüglich Interesse, bemüht sich laut italienischen Quellen seit Wochen. Doch Bayern hat den Vorteil, dass der Kontakt zum Spieler nie wirklich abgerissen ist. Außerdem würde de Ligt in München auf seine ehemaligen Ajax-Mitspieler Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui treffen - beide werden übrigens wie auch de Ligt von der Berater-Agentur "One" vertreten.

Eine Frage des Geldes

De Ligt besitzt eine festgeschriebene Ablöse von 120 Millionen Euro, allerdings lässt sich aus Italien vernehmen, dass Juve ab 80 Millionen gesprächsbereit wäre. Diese Summe stellt für die Münchner aber dennoch eine hohe Hürde dar, die ohne weitere Verkäufe vielleicht zu hoch werden könnte.

Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass man Spieler miteinander verrechnet. So soll Juve Interesse an Benjamin Pavard (Vertrag bis 2024) haben, der sich eigentlich in München als neuer Abwehrchef durchsetzen wollte. Sollte aber de Ligt kommen, dürfte sich die sportliche Perspektive des Franzosen ändern - und sein Wunsch, in München zu bleiben, womöglich auch.

drm, kw

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