Bundesliga

Kramers Strategie mit Arminia Bielefeld gegen die Bayern

Arminia ohne Krüger und Czyborra

"Wir sollten im Hier und Jetzt leben": Kramers Strategie gegen die Bayern

Ist am Samstag zu Gast in München: Arminia-Trainer Frank Kramer.

Ist am Samstag zu Gast in München: Arminia-Trainer Frank Kramer. imago images/Jan Huebner

"Dass wir in München um Bundesliga-Punkte spielen dürfen, ist ein Privileg", legt Frank Kramer vor dem Spiel seiner Arminia beim FC Bayern am kommenden Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) eine gehörige Portion Demut an den Tag und spannt sogleich den Bogen zur wegen der Pandemieentwicklung wieder dezimierten Kulisse am kommenden Samstag: "Auch vor 18.000 Zuschauern wollen wir unsere Chance nutzen!"

Als Trainer in Wartestellung hatte Kramer das 3:3 seines heutigen Klubs zuletzt im Februar in München mitverfolgt, damals in einer komplett leeren Allianz-Arena und noch mit seinem Vorgänger Uwe Neuhaus auf der Bielefelder Bank. "Klar habe ich mir das angeschaut. Aber wir sollten im Hier und Jetzt leben: Das sind zwei ganz andere Mannschaften und der FC Bayern hat eine andere Spielanlage."

Bei allem Respekt - es geht um drei Bundesligapunkte, sogar um kostbare, denn so gut wie niemand rechnet für die Bielefelder mit einer Ausbeute. Deshalb nutzten die Ostwestfalen die Einheiten in dieser Woche, um die eigentlich auf der Hand liegende Strategie gegen den Rekordmeister einzustudieren. Kramer: "Defensiv müssen wir gut stehen und sehr präzise sein. Mit dem Ball müssen wir schnell und entschlossen vor das gegnerische Tor kommen. Das war ein wichtiger Inhalt dieser Woche."

Bielefeld ohne Krüger und Czyborra

Dass beim FCB zur selben Zeit parallel coronabedingt reichlich Theater herrschte und namhafte Akteure aufgrund von Infektion und Quarantäne ausfallen werden, ficht den 49-Jährigen nicht an. Stattdessen rückt er die nach wie vor bestehenden, extremen Vorteile des Bayern-Kaders in den Vordergrund. "Wir konzentrieren uns auf die Spieler, die da sind. Das sind vier Weltmeister und neun Champions League Sieger…"

Ganz im Unterschied zum kommenden Gegner hatte Arminia mit Stand vom Donnerstag keine Probleme mit dem Thema COVID-19. "Natürlich haben wir noch einmal alle Vorkehrungen verschärft", so Sportchef Samir Arabi, der das auch für die Münchner gelten lassen will. "Aber die Infektionsgefahr ist einfach sehr hoch, da hatten wir bislang vielleicht einfach das Quäntchen Glück." Zwei Spieler fehlen dem DSC aus anderen Gründen: Stürmer Florian Krüger ist immer noch krank und bleibt deshalb zu Hause. Linksverteidiger Lennart Czyborra unterzog sich derweil am Mittwoch einer Blinddarmoperation.

Michael Richter

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