Bundesliga

"Wir sind gefühlter 19."

Stuttgart: Veh übt Selbstkritik

"Wir sind gefühlter 19."

Armin Veh

"Mannschaft muss eine Reaktion zeigen": VfB-Coach Armin Veh. imago

"Der entscheidende Punkt für unsere Situation ist die Personalpolitik, die wir nach der Meisterschaft 2007 gemacht haben. Dafür bluten wir heute noch. Die sportliche Führung, also ich, Horst Heldt und auch Jochen Schneider haben nicht die richtigen Leute geholt. Die Selbstkritik habe ich", so Veh. Aufgrund dieser Fehlentscheidungen seien auch die Transfermöglichkeiten vor dieser Saison begrenzt gewesen.

Der VfB hatte nach dem Gewinn der fünften Meisterschaft für viel Geld Profis wie Torwart Raphael Schäfer, Spielmacher Yildiray Bastürk oder die Stürmer Ewerthon und Ciprian Marica verpflichtet. Während Schäfer (zurück nach Nürnberg) und Ewerthon (wieder Real Saragossa) den Verein bereits verlassen haben, konnten auch der dauerverletzte Bastürk sowie Marica die hohen Erwartungen nie erfüllen. Auch die vor dieser Spielzeit aus der Zweiten Liga geholten Mittelfeldspieler Jan Simak (5 Spiele, kicker-Notenschnitt: 3,9) und Martin Lanig (10 Spiele, 3,5) konnten nicht restlos überzeugen. Als Konsequenz daraus nannte Veh erneut die Neuausrichtung des Scoutings.

Veh forderte für die Partie bei den Niedersachsen, dass "die Mannschaft alles gibt. Sie muss eine Reaktion zeigen." Ergänzungen aus dem Drittliga-Team wird es dabei nicht geben: "Die Spieler, die uns das eingebrockt haben, sollen uns da auch wieder rausholen", so Veh, der in der Abwehr auf den noch angeschlagenen Sami Khedira (Bauchmuskelzerrung) sowie auf die Mexikaner Pavel Pardo und Ricardo Osorio (Rückkehr nach Länderspielreise erst am Freitagmorgen) verzichten muss. Als Schlüssel zum Erfolg beim VfL nannte Veh, "dass wir die zwei Wolfsburger Spitzen Grafite und Dzeko und Spielmacher Misimovic im Griff haben".