Regionalliga

Christian Beck exklusiv: Über BFC-Dynamo-Wechsel und FCM

Der Torjäger exklusiv über seinen Wechsel und "Herzensverein" FCM

"Wir sind eine geile Truppe": Beck ist beim BFC Dynamo angekommen

Eines von bislang neun Saisontoren: Christian Beck im Trikot des BFC Dynamo.

Eines von bislang neun Saisontoren: Christian Beck im Trikot des BFC Dynamo. picture alliance / Michael Hundt

Neun Treffer in zehn Ligapartien, alle 100 Spielminuten ein Tor - die erste Zwischenbilanz des Christian Beck ("Damit bin ich zufrieden") beim BFC Dynamo kann sich sehen lassen. Der 1,96 Meter lange Torjäger hat die Erwartungen in der Hauptstadt bislang voll erfüllt.

Und das nach emotional durchaus schwierigen Wochen, wie Beck im kicker-Interview gestand. "Es war eine schwierige Situation für mich", sagte der 33-Jährige. Die Entscheidung von Trainer und Verein, den Vertrag mit ihm nicht zu verlängern, "musste man erst einmal akzeptieren und runterschlucken". Der FCM werde immer Becks "Herzensverein bleiben".

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Familie gibt Okay zum Wechsel

Trotz einiger Anfragen aus der 3. Liga entschied sich der Stürmer für einen Wechsel eine Liga tiefer. "In meinem Alter wollte ich nicht noch einmal so weit weg von Magdeburg. Dann hätte die Familie mitgemusst, und wir hätten alle Zelte abbrechen müssen", erklärt er. Als das Angebot des BFC eintraf, war die Entscheidung relativ schnell gefallen, "als ich das Okay von der Familie bekam".

Ein Abschied für immer muss mit dem Transfer in die Regionalliga Nordost freilich nicht verbunden sein. "Wer weiß, was noch passiert", unterstreicht Beck - und spielt damit wohl auch auf den starken Start des BFC an, der mit neun Siegen aus zehn Spielen ganz oben im Klassement zu finden ist, zuletzt jedoch auch beim Hochrisiko-Spiel gegen Chemie Leipzig in die Negativ-Schlagzeilen geriet.

Er selbst hatte "keine Eingewöhnungsschwierigkeiten beim BFC. Ich fühle mich hier sehr wohl, und wir sind eine geile Truppe." Das konstante Abrufen der Leistung und der Glaube an die eigenen Qualitäten - Beck nennt Zweikampfstärke und den "brutal guten" Torabschluss des BFC zuvorderst - können zum Staffelsieg im Nordosten führen. Ihn stört jedoch die Tatsache , dass der Erste noch in die Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Nord muss. 

"Dann muss es eben fünf Absteiger geben"

Beck: "Dass wir das als Fußballer nicht positiv sehen, sollte jedem klar sein. Wenn man Meister wird, muss man auch aufsteigen. Die Regel muss einfach sein, dass aus jeder Liga einer aufsteigt. Dann muss es eben in der 3. Liga fünf Absteiger geben."

Im Nordosten wurden bereits zahlreiche Spiele wegen des Coronavirus verschoben. Die Sorge, dass die Saison abgebrochen werden könnte, wischt Beck "ein bisschen weg", zumal sein Verein bislang noch verschont blieb. Aber: "Klar, Corona nervt einfach, und das braucht kein Mensch mehr. Es behindert die Liga. Ich hoffe, dass wir alle Spiele durchziehen können. Wir wollen auf dem sportlichen Weg Erster werden."

ms/aho

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