Regionalliga

"Wir müssen uns an das Tempo gewöhnen"

Goslar: Barjaktarevic sieht sein Team in der Lernphase

"Wir müssen uns an das Tempo gewöhnen"

Goran Barjaktarevic (Goslarer SC)

Gibt seinem Team noch Zeit: Goslars Trainer Barjaktarevic. imago

Im Verein lässt sich davon jedoch niemand anstecken. Freilich ist auch hier nach 1:6 Toren nach zwei Spielen sowie nur gut 600 Zuschauern trotz des zugkräftigen VfB Lübeck zum Heimauftakt niemand euphorisch. Allerdings waren die Verantwortlichen auch von Haus aus realistisch geblieben, hatten keine Luftschlösser gebaut. "Es herrscht ein gewaltiger Unterschied zwischen Oberliga und Regionalliga", hatte Goran Barjaktarevic, Trainer des GSC, immer gepredigt. Dazu haben zwar immer alle artig genickt, doch wird so mancher insgeheim von weiteren Siegesserien geträumt haben. All diese sind nun auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Was nicht heißen soll, dass die Mannschaft nicht tauglich ist für die Liga.

"Wir müssen uns an das viel höhere Tempo gewöhnen und auch daran, dass wir 90 Minuten hoch konzentriert sein müssen", sieht Barjaktarevic seine Mannschaft noch in der Lernphase. Denn im Großen und Ganzen konnte der GSC sowohl gegen Halle als auch gegen Lübeck mithalten, es fehlte aber die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Auch darf man nicht vergessen, dass die Goslarer eigentlich keine Heimspiele haben. Denn zumindest in der Hinrunde müssen sie wegen der DFB-Auflagen in Braunschweig spielen. Zur Rückrunde soll das Stadion in Goslar dann fertig sein. Aber auch das ist noch nicht amtlich, da in der Stadt immer wieder gegen das Stadion geschossen wird. Mal geht es um Fledermäuse, die durch das Flutlicht gestört werden könnten, mal bangt die Fraktion der Leichtathleten um ein geeignetes Übungs- und Wettkampfterrain.

Camillo Kluge