Bundesliga

Patrick Wimmer: Bielefelds Gewinner unter Verlierern

Bielefeld-Neuzugang Wimmer: Ein Gewinner unter Verlierern

"Wir haben uns getraut, Fußball zu spielen"

Patrick Wimmer (re.) im Duell mit Gladbach-Kapitän Lars Stindl.

Patrick Wimmer (re.) im Duell mit Gladbach-Kapitän Lars Stindl. picture alliance/dpa/Revierfoto

Er rackerte, war viel unterwegs, stieß oft in die ihm zugedachten Räume. "Wir wollten vorne draufgehen, früh anlaufen. Das haben wir phasenweise gut umgesetzt", zeigte sich Patrick Wimmer mit der Einhaltung der Taktik beim Bielefelder Auswärtsauftritt in Mönchengladbach soweit ganz zufrieden. Nur der Ertrag stimmte nicht, also musste der Österreicher auch den vergebenen Chancen nachtrauern. "Wenn wir in der zweiten Halbzeit mit 2:1 in Führung gehen, läuft die Partie ganz anders. Gladbach hat abgezockt gespielt und die Tore gemacht."

1:3 hieß es am Ende am Niederrhein aus ostwestfälischer Sicht. Trotz Wimmer, der dennoch eine der Symbolfiguren für das deutlich beherztere Bielefelder Offensivspiel dient. Am Ende hatten der 20-Jährige und der weitere Neuzugang im Arminia-Trikot, Robin Hack, die meisten Torschüsse zu verzeichnen - jeweils deren vier.

Ein Gewinner unter Verlierern

"Mein Ziel war es, dass ich vorne erstmal gut reinkomme, die Bälle halte und zum Abschluss komme. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, leider ist aber kein Tor daraus entstanden", so Wimmer, der sich dennoch an jenem Abend als ein Gewinner unter Verlieren fühlen durfte, als Bereicherung für das Team von Trainer Frank Kramer.

Nach nur zwei Bundesligaspielen scheint sich der ÖFB-U-21-Nationalspieler, Torschütze zwei Wochen zuvor beim Debüt gegen Frankfurt (1:1), bereits erstaunlich gut an das Bundesliga-Niveau gewöhnt zu haben. "Wir hatten sehr viel Intensität in unserem Spiel", urteilte der Ex-Spieler von Austria Wien und schöpfte daraus Optimismus für die nun anstehende Begegnung daheim am kommenden Samstag: "Wenn wir das gegen Hoffenheim wieder umsetzen können, schaut es ganz anders aus. Wir haben uns getraut, Fußball zu spielen. Das nehmen wir auf jeden Fall mit. So werden wir auch das nächste Spiel angehen."

Michael Richter, mib

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