3. Liga

"Wir haben nichts zu verlieren": Wie Schuster mit dem FCK in die Relegation gehen will

Kaiserslauterns neuer Coach offiziell vorgestellt

"Wir haben nichts zu verlieren": Wie Schuster mit dem FCK in die Relegation gehen will

Dirk Schuster ist neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern.

Dirk Schuster ist neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern. IMAGO/Eibner

Unbewusst hatte sich Schuster schon am vergangenen Sonntag ein bisschen auf seinen neuen Job vorbereitet. Der 54-Jährige hatte nämlich das Zweitliga-Spiel zwischen dem Karlsruher SC und Dynamo Dresden live im Stadion verfolgt, ohne zu diesem Zeitpunkt zu wissen, wie er am Mittwoch versicherte, dass er damit den nächsten Gegner seines künftigen Arbeitsgebers beobachtete. Denn während der KSC ein 2:1 verspielte, vergeigte der 1. FC Kaiserslautern einige Kilometer rheinabwärts die letzte Chance auf den direkten Aufstieg bei Viktoria Köln - was 48 Stunden später zur Trennung von Marco Antwerpen und zur Verpflichtung Schusters auf dem Betzenberg führte.

Als der gebürtige Chemnitzer am späten Mittwochnachmittag offiziell in Kaiserslautern vorgestellt wurde, hatte er die erste Trainingseinheit mit seiner neuen Mannschaft im Fritz-Walter-Stadion bereits hinter sich - ob er da schon etwas von seinen am Wochenende gesammelten Eindrücken preisgab, verriet er nicht. Wohl aber, wie er sich die Vorbereitung auf die beiden Relegationsspiele gegen die SGD vorstellt: "Wir brauchen von jedem einzelnen die Bereitschaft, nicht nur am Spieltag, sondern in jeder Trainingseinheit."

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Gemeinsam mit seinem Assistenten Sascha Franz will der relegationserprobte Schuster nun "nicht alles auf links drehen, aber ein paar Feinmodifikationen vornehmen". Ihm sei "eine stabile Defensivarbeit von allen Spielern enorm wichtig". Zugleich "wollen wir Fußball spielen, nicht pöhlen und auf zweite Bälle gehen", fuhr er fort. "Aber wir werden den Fußball nicht neu erfinden und die Mannschaft total kirre machen."

Jeder kann sich zeigen, jeder kriegt die Chance, keiner wird ausgegrenzt

Dirk Schuster

In neun Tagen empfängt der FCK den Zweitliga-16. auf dem Betzenberg zum Relegationshinspiel. Für Schuster Zeit genug, die Mannschaft nach den jüngsten drei Niederlagen wieder mental auf Kurs zu bringen, "diese leichte Enttäuschung in positive Energie" umzuwandeln. "Wir haben nichts zu verlieren. Viele Mannschaften, genau 17, würden mit uns tauschen wollen."

Relegation

Um dann entschlossen in die "scharfe Vorbereitung ab Montag" gehen zu können, wird das neue Trainerteam am Wochenende ein internes Testspiel bestreiten, mit externem Schiedsrichter und getrennten Trikotfarben. Herauskristallisieren soll sich dabei, wer für die Entscheidungsspiele bereit ist. "Jeder kann sich zeigen, jeder kriegt die Chance, keiner wird ausgegrenzt", sagt Schuster.

Und was nach der Relegation kommt? Das spielt zunächst eine untergeordnete Rolle. Zu Vertragsinhalten wolle er sich nicht äußern, sagte der neue FCK-Coach. Aber: "Ich hoffe, dass ich noch länger hier bleiben darf."

pau

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