Europa League

"Haben keine Wahl": Laporta greift wegen Eintracht-Fans durch

Künftig personalisierte Tickets bei Barça

"Wir haben keine Wahl": Laporta greift wegen Eintracht-Fans durch

Auswärts zuhause: Eintracht-Fans am Donnerstagabend in Barcelona.

Auswärts zuhause: Eintracht-Fans am Donnerstagabend in Barcelona. IMAGO/Revierfoto

Dass Eintracht Frankfurt am Donnerstag mit rund 25.000 statt 5000 Fans im Camp Nou Präsenz zeigte, hat Folgen für die nächsten Europapokal-Gegner des FC Barcelona. Präsident Joan Laporta kündigte am Freitag an, dass die Tickets in Zukunft personalisiert sein werden.

Mit Tricks und Kreativität war es Eintracht-Fans gelungen, fürs Europa-League-Viertelfinalrückspiel in Barcelona deutlich mehr Eintrittskarten zu erwerben, als von der UEFA für Gästefans vorgesehen. Das brachte die Verantwortlichen der Katalanen in Erklärungsnot.

Eintracht-Fans seien "regelwidrig" an Tickets gelangt

Den Klub treffe jedoch keine Schuld, beteuerte Laporta beim katalanischen Fernsehsender TV3. Die Analyse habe ergeben, dass von den 79.468 verkauften Tickets 37.746 an Dauerkarteninhaber, 34.440 an die Öffentlichkeit und nur 5000 an die Eintracht-Fans verkauft worden seien.

Dass von den 34.440 öffentlichen Tickets so viele in die Hände von Eintracht-Fans gelangten, bezeichnete Laporta als "regelwidrig". Gäste-Anhängern war es gelungen, die Restriktionen - kein Erwerb mit deutschen Kreditkarten oder IP-Adressen - zu umgehen. Außerdem seien zahlreiche Dauerkartentickets an Eintracht-Fans weitergegeben worden.

Die Konsequenz: "Was ich schon jetzt verkünden kann, ist, dass die Tickets in Europapokalwettbewerben in Zukunft personalisiert sein werden", so Laporta. Das betreffe dann zwar auch unbescholtene Fans und damit "die große Mehrheit", "aber wir haben keine Wahl. Wir wollen nicht, dass so etwas in diesem Stadion noch einmal passiert."

jpe